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Amerikanische Schüler am Telgter Gymnasium

Eine prägende Herausforderung

Telgte

Für acht Tage waren amerikanische Schüler am Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium in Telgte zu Besuch. Danach reiste die Gruppe noch für knapp eine Woche weiter in den Südwesten Deutschlands. 1996 waren Schüler aus Wilmette erstmals Gäste des Telgter Gymnasiums.

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26 Austauschschüler aus Wilmette waren acht Tage lang am Telgter Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium zu Gast. Foto: Ix

„Die Sprache zu lernen, ohne die Leute zu kennen, hat keinen großen Zweck“, findet Deutschlehrerin Erin Kaminsky aus Wilmette, Chicago. Sie war mit ihren Austauschschülern für acht Tage zu Besuch am Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium Telgte. Danach reiste die Gruppe noch für knapp eine Woche weiter in den Südwesten Deutschlands.

1996 waren Schüler aus Wilmette erstmals zu Besuch am MSMG. Ab 2008 durften auch die Telgter Gymnasiasten nach Wilmette zu ihren Austauschschülern fliegen. Die Erfahrungen waren sehr positiv. Der Austausch wurde als freiwilliges Angebot ins Schulprogramm aufgenommen. Die Telgter Gymnasiasten bleiben zehn Tage in Chicago bei ihren Austauschschülern und fahren anschließend noch für zwei Tage in die Hauptstadt des Staates Illinois, Springfield.

Ins Leben gerufen haben den Austausch Monica Polley, die ebenfalls mitgereist ist, und Brigitte Schneider, ehemalige Lehrerin des Gymnasiums. Ab 2004 stieß dann Lehrer Bernd Rolf dazu, und 2011 übernahm Erin Kaminsky die Leitungsposition.

Beide Seiten bekommen natürlich auch Unterstützung. Bei den Amerikanern reisen Eltern mit. Am Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium bekommen Schneider und Rolf Hilfe von weiteren Englischlehrern.

Der Austausch findet alle zwei Jahre statt. Im ungeraden Jahr kommen die Schüler von der Highcrest-Middleschool beziehungsweise von der Wilmette Junior High School nach Telgte. In geraden Jahren reisen die Siebt- und Achtklässler nach Chicago. Früher war es so, dass immer ein Jahrgang übersprungen wurde. Jetzt aber haben alle Klassen die Möglichkeit teilzunehmen.

In diesem Jahr sind insgesamt 26 amerikanische Schüler und 26 Deutsche an dem Austausch beteiligt. Sie hatten ein vielfältiges Programm. Sie nahmen am Unterricht teil, besuchten den Bürgermeister und unternehmen einen Ausflug nach Bochum in das Bergbaumuseum und anschließend zum Kletterpark in Hamm. Aber sie verbrachten auch viel Zeit in ihren Familien. Ein Amerikaner fand zum Beispiel das Kanufahren richtig gut.

Natürlich brauchen die Amerikaner immer etwas Zeit, um sich in Telgte zurechtzufinden und ihrer Gastfamilie näher zu kommen. Zum größten Teil habe das aber gut geklappt, so die Organisatoren.

Für alle Beteiligten ist der Austausch eine tolle Sache. So sieht es auch Bernd Rolf: „Es werden Vorurteile abgebaut. Es ist eine Herausforderung und sehr prägend. Außerdem ist es wichtig, dass man in der Welt Kontakte hat.“

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