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Straßen NRW erläutert Planung

Eine zweite Brücke soll es wieder geben

Telgte

Sollte der Ausbau der B 51 kommen, wird neben die Mitte Dezember freigegebene Wersebrücke eine zweite gesetzt.

Von Stefan Flockert

Sollte der Ausbau der B 51 kommen, wird neben die Mitte Dezember freigegebene Wersebrücke eine zweite gesetzt. Foto: Stefan Flockert

Viele Münster-Pendler rieben sich verwundert die Augen, als die neue B 51-Brücke über die Werse samt Radweg vor Weihnachten freigegeben wurde. Warum ist die Brücke nur zweispurig? War denn hier kein vierspuriger Ausbau geplant? Im Bundesverkehrswegeplan ist doch eine Erweiterung von zwei auf vier Spuren vom Ende der Umgehungsstraße in Münster bis nach Telgte vorgesehen. Entsteht im Bereich der Werse ein zweispuriges Nadelöhr, wenn westlich und östlich davon ein vierspuriger Ausbau realisiert worden ist?

Nein, sagt Sandra Beermann, Pressesprecherin von Straßen NRW. Ein vierspuriger Ausbau der Bundesstraße sei weiterhin geplant – und das auch zwischen dem Ausbauende Umgehungsstraße und dem Gartencenter. Neben der jüngst fertiggestellten Werse-Querung werde dann eine zweite Brücke gebaut. Auch der derzeitige Radweg sei nur ein Provisorium.

Straßen NRW hat die Neutrassierung der Bundesstraße nämlich in zwei Abschnitte unterteilt. Abschnitt eins umfasst das Stück von der Umgehungsstraße auf Münsteraner Gebiet bis zur Lützowstraße. Dieses Stück soll als erstes vierspurig werden. Wann das geschehen wird, steht in den Sternen. „Das liegt dran, wie lang das Planfeststellungsverfahren dauert. Wenn alles gut klappt, können wird 2026 bauen“, berichtet Beermann. Das würde insofern gut passen, weil der Ausbau im Bereich Mondstraße/Dyckburgstraße 2025 abgeschlossen werden soll.

Der zweite Abschnitt von der Lützowstraße bis Telgte wird hinten angestellt, auch „weil es zwischen Handorf und Telgte eine geringere Verkehrsbelastung“ gibt, so die Pressesprecherin. Erst nach Fertigstellung des ersten Teilstücks werde man sich Gedanken darüber machen, ob der Abschnitt noch angegangen werden solle.

Ob es allerdings überhaupt zu dem umstrittenen Ausbau von B 51 und B 64 kommt, hängt auch von der neuen Bundesregierung in Berlin ab. Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) prüft nach dem Gesetz über den Ausbau der Bundesfernstraßen nach Ablauf von fünf Jahren, ob der aktuell gültige Bedarfsplan der Verkehrsentwicklung anzupassen ist. Das geschieht derzeit turnusmäßig. Darüber hinaus prüft das BMDV, wie die Vorgaben aus dem Koalitionsvertrag zur weiteren Ausgestaltung beziehungsweise Weiterentwicklung der Bundesverkehrswegeplanung umgesetzt werden.

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