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Hubschrauber über Telgte

Einsatzkoordination in luftiger Höhe

Telgte

Das Institut der Feuerwehr in Münster bildet derzeit 16 Führungskräfte von Feuerwehren aus ganz Nordrhein-Westfalen zu sogenannten Luftbeobachtern aus. Deshalb kreiste am Dienstag auch des Öfteren ein Hubschrauber über der Emsstadt.

A. Große Hüttmann

Mit mehreren Fahrzeugen koordinierten die Ausbilder des Instituts der Feuerwehr vom Berdelflugplatz aus die Teilnehmer eines Seminars zum Thema Luftbeobachtung. Die Führungskräfte aus ganz NRW hatten dabei unter anderem die Aufgabe, Verbände aus der Luft zum Einsatzort zu dirigieren. Foto: Große Hüttmann

Der eine oder andere Telgter hat sich sicherlich gewundert, dass am Dienstag mehrfach ein Polizeihubschrauber über der Emsstadt kreiste. Doch was nach einem Großeinsatz der Polizei oder einer Suchaktion aussah, hatte in Wirklichkeit einen einfachen Grund: Das Institut der Feuerwehr in Münster bildet derzeit 16 Führungskräfte von Feuerwehren aus ganz Nordrhein-Westfalen zu sogenannten Luftbeobachtern aus. Sowohl bei Waldbränden als auch bei der Suche nach Personen kommen die Spezialisten dabei zum Einsatz.

Am Berdelflugplatz fand am Dienstag der praktische Teil der Ausbildung statt. In Zusammenarbeit mit der Fliegerstaffel der Polizei Nordrhein-Westfalen hatten die angehenden Luftbeobachter dabei eine Vielzahl von Aufgaben zu erfüllen. Wie Marc Hübner, zuständiger Lehrgangsleiter, am Rande des Trainings erläuterte, wurden verschiedene Szenarien und Aufgaben geprobt.

Eine große Rolle spielten dabei die Waldgebiete im Klatenberge und in der Delsener Heide. Dort hatten Mitarbeiter des Instituts der Feuerwehr zwei simulierte Brandstellen angelegt. Die angehenden Luftbeobachter hatten nicht nur die Aufgabe, die simulierten Waldbrände zu entdecken, sondern zugleich Löschfahrzeuge am Boden bis zur Einsatzstelle zu dirigieren.

Nächster Bestandteil der Ausbildung war die Navigation zu verschiedenen Ziele und das Erkennen von vorgegebenen Zielen aus luftiger Höhe. Dazu wurden verschiedene Areale im Umkreis des Flugplatzes angeflogen.

Ein noch vergleichsweise neues Mittel der Luftbeobachtung wurde am Nachmittag gezeigt, und die Teilnehmer des Seminars konnten damit erste Erfahrungen machen. Auf dem Gelände des Feuerwehrstandortes Nord wurden mit einer Spezial-Drohne, die unter anderem über eine Wärmebildkamera verfügt, verschiedene Szenarien durchgespielt. Dabei ging es vor allem um das Finden von vermissten Personen mit Hilfe einer solchen Drohne.

Das Institut der Feuerwehr bildet seit etlichen Jahren regelmäßig Luftbeobachter aus. Diese kommen nicht nur bei Waldbränden, sondern auch bei der Suche nach Personen oder Großbränden zum Einsatz, um die Kräfte am Boden noch gezielter koordinieren zu können.

„In etlichen Situationen ist es von großem Vorteil, beispielsweise vom Hubschrauber aus nicht nur einen genauen Überblick über die Lage zu bekommen, sondern auch die Kräfte gezielter führen zu können“, betonten die Ausbilder.

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