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Rund 4500 Pilger machen sich auf den Weg von Osnabrück nach Telgte

Einzug unter kräftigem Beifall

Telgte

Ein beeindruckendes Bild bot sich am Samstag in Telgte, als rund 4500 Pilger einzogen, die an der Fußwallfahrt von Osnabrück nach Telgte teilgenommen hatten. Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause waren viele wieder froh, sich auf die rund 46 Kilometer lange Strecke machen zu können.

Von Bernd Pohlkamp und Andreas Große Hüttmann

Ein beeindruckendes Bild bot sich am Samstag anlässlich der Osnabrücker Wallfahrt.

Kräftiger Beifall von Hunderten Zuschauern brandete auf, als die rund 4500 Teilnehmer der 170. Wallfahrt von Osnabrück nach Telgte am Samstagnachmittag in der Emsstadt ankamen. Für den technischen Leiter Karlheinz Schomaker ein emotionaler Moment, der ihn – wie viele andere Pilger auch – sehr bewegte. Zugleich war dieser Applaus für ihn aber auch das Zeichen, dass die Freude groß war, dass nach zwei Jahren coronabedingten Ausfalls endlich wieder eine Wallfahrt stattfinden konnte.

Erste Wallfahrt nach zwei Jahren Corona-Zwangspause

Die Verantwortlichen waren mit den Teilnehmerzahlen sehr zufrieden: „Wir hatten wegen Corona und aufgrund von Einschränkungen mit weniger Teilnehmern gerechnet. Dass es so viele wurden, hat uns darin bestärkt, dass diese traditionsreiche Wallfahrt weiter eine eindrucksvolle Demonstration des Glaubens ist“, sagte Schomaker nach dem Einzug in Telgte. Auch in diesem Jahr besonders auffällig: Unter den rund 4500 Fußwallfahrern waren wieder viele junge Menschen.

Bereits vor dem Eintreffen des Pilgerzuges war der Parkplatz auf der Planwiese von Autos mit Osnabrücker-Kennzeichnen dicht gefüllt. Schomaker beziffert die Gesamtzahl – Wallfahrer und Zuschauer – auf rund 6000.

Neben den Fußpilgern hatten sich auch 130 Wallfahrer mit dem Fahrrad von Osnabrück aus auf den Weg nach Telgte gemacht. Sie benutzten eine andere Strecke als die Fußpilger, für die die Bundesstraße 51 abschnittsweise gesperrt war.

25 Wallfahrtsvereine beteiligt

25 Wallfahrtsvereine und -gruppen aus dem Osnabrücker Raum stellten wieder den größten Anteil der Pilger. Sie hatten Begleitfahrzeuge und rund 20 Traktoren samt Wagen dabei. Blasengeplagte oder erschöpfte Teilnehmer konnten so bei Bedarf ein Begleitfahrzeug auf einem Streckenabschnitt in Anspruch nehmen.

Sehr zufrieden mit der Resonanz war auch Pastoralreferentin Petra-Maria Lemmen aus Telgte. Rund 100 Pilger aus der Emsstadt waren am Samstagmorgen um 0.30 Uhr mit zwei Bussen nach Osnabrück aufgebrochen, um anschließend die rund 46 Kilometer lange Strecke zurückzulaufen. Seit 1970 nimmt eine Gruppe aus Telgte offiziell an der Wallfahrt teil. Die Initiative ging seinerzeit von Dr. Egon Mielenbrink aus, der gebürtig aus Osnabrück stammte und seinerzeit in Telgte als Vikar tätig war.

Propst Dr. Michael Langenfeld

Nicht nur beim Anblick der vielen Telgter, sondern auch der übrigen Wallfahrer strahlte Propst Dr. Michael Langenfeld bei der Begrüßung auf dem Kirchplatz: „Es ist ein sehr beeindruckendes Bild, wieder tausende Wallfahrerinnen und Wallfahrer mit ihren Fahnen und Bannern singend und betend nach Telgte einziehen zu sehen“, sagte er.

„Wenn man fit bleiben will, muss man wallfahrten“, lobte Langenfeld mit einem Lächeln im Gesicht alle, die diese Marathonstrecke zurückgelegt hatten. „Ihr habt die Strapazen eines langen Weges auf euch genommen, um mit vielen anderen Pilger gemeinsam unterwegs zu sein, gemeinsam zu beten und zu singen.“

Besonders begrüßte der Propst viele Kinder und Jugendliche, die mitgepilgert waren. Denn Tradition ist es auch, dass Kommunionkinder und andere Gruppen die Wallfahrt auf dem letzten Stück von Ostbevern nach Telgte begleiten.

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