1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Telgte
  6. >
  7. Ende einer spannenden Reise

  8. >

KLJB präsentierte das Stück „Veer för Mallorca“

Ende einer spannenden Reise

Telgte

Zwei Mal hat die Landjugend das plattdeutsche Theaterstück „Veer för Mallorca“ aufgeführt. Fabienne Rüter, Sara Schulze Zumkley, Stefanie Uthmann und Max Hegemann spielten die Familie Hansen und begeisterten ihr Publikum mit zwei Auftritten.

Von Bernd Pohlkamp

Zufrieden und erleichtert sind die für das plattdeutsche Theaterstück „Veer för Mallorca“ Verantwortlichen: (v.l.) Max Hegemann, Sara Schulze Zumkley (Vorsitzende der Landjugend), Spielleiterin Marianne Hegemann, Stefanie Uthmann und Fabienne Rüter. Foto: Bernd Pohlkamp

Noch einmal alles gegeben haben die Schauspieler auf ihrer selbst gestalteten Bühne im Rochus-Hospital, als dort von der Landjugend zum zweiten und letzten Male das plattdeutsche Theaterstück „Veer för Mallorca“ aufgeführt wurde: Fabienne Rüter, Sara Schulze Zumkley, Stefanie Uthmann und Max Hegemann spielten die Familie Hansen und begeisterten ihr überwiegend junges Publikum mit zwei erfrischenden Auftritten. Gesprochen wurde ausschließlich Plattdeutsch.

Die Telgter Landjugend fördert den Erhalt der plattdeutschen Sprache seit vielen Generationen. „Das soll auch so bleiben“, versichert Sara Schulze Zumkley als Vorsitzende der KLJB. Wie in jedem Jahr im Oktober im Vorfeld von Erntedank werde es auch im kommenden Jahr wieder ein plattdeutsches Theaterspiel geben. Sara Schulze Zumkley ist sehr zuversichtlich, wieder ein leidenschaftliches Ensemble gewinnen zu können. Sie selbst stand zum zweiten Male auf der Bühne, spielte als die ältere Tochter Sabrina eine zickige Teenagerin, die ihre Rolle als verwöhnte junge Dame, so Spielleitern Marianne Hegemann, hervorragend umgesetzt habe.

Sara Schulze Zumkley selbst wird im kommenden Jahr – studienbedingt – nicht erneut auf der Bühne stehen. Doch für die Zukunft des plattdeutschen Theaterspieles in der Landjugend ist sie sehr optimistisch: „Ich habe heute in den Reihen der Zuschauer einige Landjugendliche gesehen, die mit den Hufen scharen und gerne im nächsten Jahr dabei sein möchten“, freut sie sich, dass die Pflege der plattdeutschen Sprache auch künftig einen hohen Stellenwert haben werde. „Denn alle erleben auch, wie viel Spaß es macht, die Sprache zu lernen und diese mit einer Schauspielrolle zu verknüpfen.“

„Im Mai werden wir uns wieder zusammensetzen und ein neues Stück auswählen, das auf uns zugeschnitten ist. Danach wird ein halbes Jahr lang geübt. Es macht riesig Spaß, die plattdeutschen Wörter auswendig zu lernen und in einem Theaterspiel anzuwenden“, erklärt die KLJB-Vorsitzende.

Dieses Mal hatten Fabienne Rüter, Sara Schulze Zumkley, Stefanie Uthmann und Max Hegemann – coronabedingt – ein Jahr mehr Zeit. Als die Darstellerinnen und Max Hegemann ein letztes Mal die Bühne betraten, gab es immer wieder Beifall. Auch für Regisseurin Marianne Hegemann, die als die kreative Gestalterin und Spielleiterin immer den Überblick behielt, geht eine erlebnisreiche und spannende „Reise“ zu Ende.

Sie lobte die Spielfreude aller Beteiligten. Zu der jüngeren Teenagerin Karoline alias Stephanie Uthmann: „Du kannst so wunderbar knüttern.“ Fabienne Rüter spielte die Hauptrolle als Mutter Inge Hansen. Marianne Hegemann: „Was für ein Aufstieg, von der Souffleuse über die Nebenrolle direkt zur Hauptrolle. Beherzte, fürsorgliche Helikopter-Mama, immer für alle da.“ Und zu Heinz Hansen alias Max Hegemann: Da hatte es die Spielleiterin und gleichzeitig im wirklichen Leben die Mama leicht, Worte zu finden und die gab’s als Zugabe in Plattdeutsch: „Max, mi föllt dao jüst noa n`Satz ut dat Stück in… - Wii was datt noch met diene Ordnung?“ Max: „Bi miene Ordnung? Bi mi hett dat allens sein Schick und seine feste Stiähr. Wuss du mi villicht süss nao wat metgieben: „Jau.“ 

Startseite
ANZEIGE