1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Telgte
  6. >
  7. Endlich ist es nicht mehr so eng

  8. >

Neuer Recyclinghof

Endlich ist es nicht mehr so eng

Telgte

Zwar blieb der erwartete Andrang am Wochenende aus, dennoch bekam der neue Recyclinghof von den Nutzern in vielerlei Hinsicht ein Lob ausgesprochen. Auch wenn der eine oder andere die falsche Einfahrt nahm, so blieb Lagerleiter Alexander Reklin gelassen.

Bernd Pohlkamp

Lagerleiter Alexander Reklin (l.) und sein Team freuen sich über die wesentlich besseren Serviceangebote für die Kunden. Der große Andrang blieb am ersten Wochenende aus. Foto: Bernd Pohlkamp

Der neue Recyclinghof der Abfallwirtschaftsgesellschaft des Kreises Warendorf (AWG) hat im Gewerbegebiet Kiebitzpohl-Nord an der Lise-Meitner-Straße 19 seine Wochenendpremiere erfolgreich absolviert. Alle, die an diesem Wochenende ihre Abfälle oder Wertstoffe entsorgten, waren positiv überrascht. Auf der insgesamt 4000 Quadratmeter großen Fläche ist alles größer, moderner, übersichtlicher und komfortabler geworden.

Die, die erstmals kamen, mussten sich zunächst orientieren. Das begann bereits bei der Anfahrt. Verunsichert, wo denn die offizielle Einfahrt ist, nahmen manche Besucher die Ausfahrt als Eingang. „Den klaren Hinweis zum Eingang habe ich nicht erkannt“, wunderte sich ein Besucher über die zu kleine Ausschilderung.

Der Neustart erforderte Geduld und Eingewöhnung. Weil jetzt alles mit mehr Abstand und somit auf einer größeren Fläche angelegt ist, mussten die Mitarbeiter des Recyclinghofes bereits bei der Einfahrt auf das Gelände nicht nur das Entgelt für die Abfälle kassieren, sondern auch erklären wie und wo was zu finden ist. Einmal mit dem Fahrzeug auf der Anlage, findet man sich sofort auf einem Einbahnstraßen-Rundkurs wieder. Lagerleiter Alexander Reklin sah an den ersten beiden Tagen viele zufriedene Gesichter: „Die Resonanz ist positiv. Doch dieser Neuanfang bedeutete auch für uns Mitarbeiter, sich erst einmal einzugewöhnen und selbst zurechtzufinden.“

Am dritten Advent-Wochenende blieb der große Ansturm aus. „Denn normalerweise ist es an einem Samstag um 11.30 Uhr sehr voll“, so ein Mitarbeiter. Die, die ihre Wertstoffe oder Abfälle entsorgten, waren jedenfalls begeistert und lobten das wesentlich verbesserte Angebot der Stadt Telgte, was bei einer WN-Umfrage an der Ausfahrt deutlich wurde.

So geht es auch Jürgen Korte, der zufrieden antwortete: „Jetzt ist alles besser. Ich kann mich viel besser orientieren.“ Michael Stübbe kam mit einem Viehanhänger. Er fuhr auch auf den sogenannten „Sägezahn“. Sichtlich zufrieden entlud er seinen Müll: Das Rangieren auf dem neuen Hof sei jetzt wesentlich leichter. Lagerleiter Alexander Reklin sieht den „Sägezahn“ als wesentliche Bereicherung der Anlage. Hier handelt es sich um eine zum Rundkurs gehörende höherliegende befahrbare Fläche. Die Container sind wie eine Säge versetzt und abgesenkt worden. Ohne damit zuvor eine Treppe besteigen zu müssen, kann der Müll über ein Geländer entsorgt werden.

„Beim Entladen des Grünabfalls hat sich allerdings von der Arbeitsweise nichts verändert“, stellte ein Telgter fest, der gerade seinen Grünabfall entsorgte. René Heitmann aus Vadrup lobte die Weiträumigkeit und dass es jetzt einfacher geworden ist, den Restmüll auf dieser Anlage zu entsorgen. Marek Beck stellte die Ebenerdigkeit der Anlage als Gewinn heraus. Franz-Josef Zurhove freute sich über den Rundkurs, der das Fahren an die jeweiligen Abgabestellen erleichtere. Anja Franke verließ die Anlage ebenfalls mit einem Lächeln. Sie lobte die Anordnung der Container und die klare Beschriftung. Eine andere Kundin äußerte sich lobend, dass auf der Anlage eine umweltgerechte Entsorgung gewährleistet sei. Dieter Fockenbrock rühmte gar den Recyclinghof: „Das hier ist erste Klasse.“ Petra Brabender begrüßte, dass alles jetzt großzügiger geworden sei. Auch Franz Sauer lobte die Übersichtlichkeit und dass jetzt alles schneller abgeladen werden könne. Eine 80-jährige Telgterin erhielt vom Mitarbeiter des Hofes sogar persönliche Unterstützung bei der Verteilung ihrer im Pkw geladenen Materialien. Sie hatte so viele verschiedene Müllsorten mitgebracht, dass gleich mehrere Sammelcontainer angefahren werden mussten. Anschließend nutzte sie den neuen kostenlosen Service an der neuen Staubsaugerstation. Sie konnte ihr Auto so von Müllresten befreien. Stefan Dorseif schließlich drückte seine Begeisterung zum neuen Recyclinghof so aus: „Neu, sehr schön und endlich nicht mehr so eng.“

Startseite