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Erweiterungsbau für das Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium

Energetisch umplanen ohne Verzögerung

Telgte

Der Erweiterungsbau für das Gymnasium soll nach Möglichkeit energetisch verbessert werden, ohne den noch laufenden Planungsprozess zu behindern. Das jedenfalls ist das Ziel der Politik.

-agh-

Auf einem Teil der Sportfläche zwischen Gymnasium (rechts) und Dreifachturnhalle soll der Erweiterungsbau des MSMG entstehen. Foto: Andreas Große Hüttmann

Beim Thema Energieeinsparungen will der Planungsausschuss ein Mehr erreichen, ohne den Planungszug unnötig aufzuhalten: Das ist – vereinfacht formuliert – die Quintessenz der politischen Beratungen der aktuellen Pläne für den Erweiterungsbau des Gymnasiums.

Bislang ist der Baukörper, der im nördlichen Teil der Fläche zwischen Dreifachturnhalle und Bestandsgebäude errichtet werden soll, als KfW 55-Gebäude geplant. Auf Anregung von Udo Woltering (Grüne) wurde die Planerin vom Büro Kleihues und Kleihues beauftragt, nachzurechnen, ob mit einem vertretbaren Kosten- und Arbeitsaufwand ein Umschwenken auf einen KfW 40- oder ähnlich guten Wert noch möglich und sinnvoll ist. „Alles, was wir jetzt noch machen können, bringt uns auf Dauer eine Ersparnis“, sagte Woltering.

Während Anne-Katrin Schulte (CDU) den Sack zumachen wollte, auch wenn nicht der optimale Wärmedämmstandard die Grundlage sei, um das Projekt nicht zu gefährden, konnte sich Dr. Oliver Niedostadek (FDP) mit dem Gedanken anfreunden. „Wir sind sicherlich gut beraten, in Sachen Energieeinsparungen möglichst viel zu tun, um die Folgekosten niedrig zu halten“, sagte er.

Bürgermeister Wolfgang Pieper war es dann, der vorschlug, eine solche Prüfung durchzuführen, ohne die Planungen zu stoppen. Sowohl der Planungsausschuss als auch der Schulausschuss, beide tagten am Mittwochabend in dieser Angelegenheit gemeinsam, segneten dieses Vorgehen ab.

Johanna Cordes vom Planungsbüros Kleihues + Kleihues hatte zuvor den aktuellen Stand der Planungen erläutert. Das viergeschossige Gebäude ist eng an die Architektur des MSMG-Gebäudes angelehnt. Es wird über einen Keller verfügen, in dem vor allem Lagerflächen für das gesamte Schulzentrum zur Verfügung gestellt werden sollen.

Nachdem in einer ersten Grobkostenschätzung vor rund zwei Jahren von einem Investitionsvolumen von rund 5,6 Millionen Euro die Rede war, gehen die Planer aktuell von 9,8 Millionen aus. Unter anderem die Baupreissteigerungen sorgen für Mehrkosten von geschätzt 1,5 Millionen Euro. Zudem seien Umplanungen und Ergänzungen vorgenommen worden, die ebenfalls kostenmäßig zu Buche schlagen würden.

Etwa im Mai kommenden Jahres rechnet die Architektin mit dem Vorliegen der Genehmigung. Möglichst schnell soll danach mit dem Rohbau begonnen werden. Die Fertigstellung ist für April 2025 geplant, der Bezug der neuen Räume soll im Sommer 2025 erfolgen.

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