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Telgter Hanse: Mitglieder bereiten sich auf Wiederöffnung ihrer Geschäfte vor

„Entscheidung ist ein erster Schritt nach vorne“

Telgte

Ab Montag dürfen die ersten Geschäfte in Telgte wieder öffnen – . unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen. Hanse-Geschäftsführer Norbert Woestmeyer sieht die Telgter Geschäftsleute dafür gut aufgestellt..

Erhard Kurlemann

Hanse-Vorsitzende Walburga Westbrock und Hanse-Geschäftsführer Norbert Woestmeyer (M.), auf diesem Archivbild aus dem Jahr 2019 mit Andreas Terborg, hoffen auf eine baldige Wiedereröffnung der Geschäfte. Dass das mit Auflagen verbunden sein wird, ist ihnen klar. Foto: Flockert

In Norbert Woest­meyers Brust schlagen zur Zeit zwei Herzen. Der Geschäftsführer der Telgter Hanse plädiert zum einen dafür, dass Geschäfte und Gastronomie in Telgte (und anderswo) nach und nach wieder öffnen dürfen. „Über die Vorbereitungen dazu haben wir jetzt in einer Videokonferenz mit den Vorstandsmitgliedern gesprochen.“ Zum anderen ist Woestmeyer froh, „in dieser Frage nicht zu den Entscheidern in der Politik zu gehören“. Das Problem ist letztlich die Ungewissheit: „Keiner weiß, was wie wann wird.“

Den Vorstandskollegen sei klar, dass eine Wiedereröffnung der Geschäfte mit Auflagen verbunden sei. Hygiene- und Abstandsregeln behielten sicher weiter ihre Berechtigung. Möglicherweise müsse die Zahl der Kunden festgelegt werden, die gleichzeitig im Laden sein dürften. „Sinnvoll ist es auch, im jeweiligen Geschäft einen kleinen Rundweg auszuweisen, um die Zahl der Begegnungen möglichst zu minimieren“, berichtet Woestmeyer aus der Sitzung.

Auch die Stichworte „Schutzmasken“ und „Desinfektionsmittel“ oder andere Schutzmaßnahmen wie etwa Plexiglasscheiben seien diskutiert worden. Hier gelte es, die Erfordernisse für Kunden und Mitarbeiter im Blick zu behalten.

Er freue sich, dass das Unternehmen Hygi aus Telgte zugesagt habe, ausreichende Mengen zu kleinen Preisen für die Hanse-Mitglieder zur Verfügung zu stellen, informiert der Geschäftsführer. „Wenn jeder seine Sachen selbst besorgen müsste, gäbe es sicher große Probleme.“ Über das Angebot seien die Mitglieder inzwischen informiert worden.

Die Hanse-Mitglieder warteten mit „einer gewissen Anspannung“ auf die Entscheidungen, die von den Politikern für Mittwoch erwartet werden.

Woestmeyer betont, er könne sich mit dem Vorgehen in Österreich anfreunden. Dort hatten die Verantwortlich erste Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen unter Bedingungen umgesetzt. Wenn durch eine langsame Belebung des öffentlichen Lebens die Zahl der Infektionen erheblich ansteige, müssten sie wieder zurückgenommen werden. „Diese Form des Ausprobierens“ könne er sich deutschlandweit und somit auch für Telgte vorstellen. Mit den gesetzten Bedingungen sei der Appell verbunden, Hygiene- und Abstandsregeln auch in den nächsten Wochen und Monate weiter einzuhalten.

Wenn bekannt sei, wann Gastronomie und Geschäfte wieder öffnen dürften, müsse dieses Datum zuvor „vermarktet“ werden. „Wir sind dabei, Vorbereitungen zu treffen, um auf allen zur Verfügung stehenden Kanälen, diese Informationen verbreiten zu können.“

In einer ersten Stellungnahme nannte Woestmeyer die Beschlüsse aus Berlin ein „weises Vorgehen“. Fast alle Geschäfte dürfen ab Montag wieder öffnen. Für Schulen und die Gastronomie gibt es zunächst keine Veränderungen. „Möglicherweise sollen erst Erfahrungen mit der Zahl der Infektionen gesammelt werden.“

Die Lockerungen seien ein „erster Schritt nach vorne“. Er gehe davon aus, dass die Geschäftsinhaber in Telgte mit den Vorgaben „verantwortlich und sorgsam umgehen können.“ Die Geschäfte sollen unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen wieder öffnen dürfen.

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