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Ihno Gerdes nach 36 Jahren verabschiedet

Fachlich versiert und kommunikativ

Telgte

36 Jahre lang war Ihno Gerdes als Grüningenieur bei der Stadt Telgte beschäftigt. Am Mittwochmorgen wurde er offiziell verabschiedet.

stk

Ihno Gerdes Foto: Stefan Flockert

1985 war es noch nicht alltäglich, dass eine Stadt einen Grüningenieur einstellte. So aber die Stadt Telgte. Vor 36 Jahren wurde mit Ihno Gerdes ein Mitarbeiter mit abgeschlossenem Hochschulstudium gewonnen, der fortan für alles Grün in der Stadt zuständig sein sollte. Am Mittwoch wurde er offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Am Donnerstag hat er seinen letzten Arbeitstag.

Es sei schon damals eine „vorausschauende Entscheidung“ gewesen, einen „fachlich versierten Experten“ einzustellen, betonte Bürgermeister Wolfgang Pieper. Für die konzeptionelle Weiterentwicklung vieler Bereiche war Ihno Gerdes in seiner Zeit im städtischen Bauamt zuständig. Er kümmerte sich nicht nur um die Spielplätze, die Sportanlagen, die Außenbereiche der Schulen und die Velorouten, der Westbeverner erarbeitete auch Konzepte für die Emsauen. Die dortigen Blühwiesen sind nur ein sichtbarer Erfolg. Unzählige Bäume sind überall im Stadtgebiet unter seiner Regie gepflanzt worden.

Lobende Worte fand der Bürgermeister auch dafür, dass es Ihno Gerdes beherrscht habe, mit allen Akteuren zu kommunizieren und es ihm eigentlich immer gelungen sei eine Lösung zu finden. Oft als Kompromiss. „Wenn die Bürger verstehen, dass es gut ist, Bäume zu pflanzen, dann ist fast alles gewonnen“, antwortete Gerdes darauf.

All sein Schaffen habe dem Klimaschutz und der Klimaanpassung gedient, lobte der Bürgermeister. Die Blühwiesen und die Renaturierung der Emsauen seien sichtbare Zeichen.

Mit viel Herzblut hat sich Ihno Gerdes zusammen mit seiner Nachfolgerin Kristine Herkströter zuletzt noch um die Realisierung der jüngst eingeweihten Dirtbike-Bahn gekümmert.

Relativ schnell seien die 36 Jahre vorübergegangen, betonte der 64-Jährige. Das habe auch damit zu tun, dass er immer unglaublich viel zu tun gehabt habe. Oft habe er auch nicht gewusst, wie er das alles habe schaffen sollen. Und es sei doch immer gelungen. Auch deshalb, weil die Arbeit „unheimlich vielseitig“ und „hochinteressant“ gewesen sei.

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