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Ehrenamtliche übernehmen wieder Reparaturen und unterstützen Flüchtlinge

Fahrradwerkstatt wieder geöffnet

Westbevern

Unter den vorgeschriebenen Hygieneauflagen konnte jüngst auch die Fahrradwerkstatt des Westbeverner Krink wieder eröffnet werden. Sogleich standen die Nutzer des Angebotes – das gemeinsam mit dem Verein ZiB realisiert wird – Schlange, um ihre Räder überprüfen zu lassen.

wn

Genau 509 Leezen hat das ehrenamtliche Team der Fahrradwerkstatt in den vergangenen vier Jahren aufgearbeitet. Foto: Bernhard Niemann

Da das Fahrrad eines der beliebtesten Fortbewegungsmittel für Jung und Alt ist, war es kein Wunder, dass sich zahlreiche Bürger am Mittwoch bei der Fahrradwerkstatt einfanden, um ihre Drahtesel durch die ehrenamtlichen Mitarbeiter auf die Verkehrstüchtigkeit überprüfen zu lassen.

Unter ihnen war auch Komar Varenda, der Probleme an der Kette und am rechten Pedal beheben ließ und selbst Hand anlegte, um den Luftdruck seiner Reifen wieder anzupassen. „Das ist eine gute Sache, dass es die Fahrradwerkstatt gibt“, bekräftige er und freute sich, dass am Ende alles wieder funktioniert.

Mehrere Wochen war die Werkstatt aufgrund von Corona geschlossen. „Die Tätigkeit hat uns auch gefehlt“, betonten die Ehrenamtlichen, die ebenfalls froh waren, dass sie wieder loslegen können. Alle Tätigkeiten fanden sicherheitshalber draußen vor der Werkstatt und unter Einhaltung der Corona-Regeln statt.

Die Werkstatt, die unter der Verantwortung des Westbeverner Krinks in enger Zusammenarbeit mit dem Verein Zib (Zusammen ist besser) betrieben wird, wurde 2016 ins Leben gerufen. Zunächst war die Werkstatt in Westbevern-Dorf, seit 2018 befindet sie sich in Vadrup.

Mit dem Angebot verknüpfen die Verantwortlichen mehrere Ziele: Einerseits werden Flüchtlinge in die Aufarbeitung der Fahrräder mit einbezogen, andererseits sollen sie mobil gemacht werden. Denn wer ein Fahrrad hat, der kann sich in und rund um Westbevern bewegen, so die Verantwortlichen.

Das Team der Fahrradwerkstatt erledigt Reparaturen an Fahrrädern, die von Flüchtlingen gebracht werden, wenn möglich direkt. „Wir legen auch schon mal eine Zusatzschicht ein“, betonen die Verantwortlichen. Man sei sehr darauf bedacht, dass man alle Wünsche schnell abarbeiten könne.

Zudem werden gespendete Fahrräder während der Werkstattzeiten aufgearbeitet. Albert Harmann, Hubert Burlage, Helmut Kampelmann, Elmar Bahr und Ulli Seidel vom Krink sowie Arno Zubrägel vom Zib nehmen alles in Augenschein, schrauben, verlegen Kabel und setzen sich und ihr Können ein, damit der fahrbare Untersatz wieder auf Vordermann gebracht werden kann.

In der Werkstatt, in der fast immer gleichzeitig drei Fahrräder am Haken hängen und repariert werden, befinden sich auch weitere Exemplare, die bereits überholt wurden und schon bald etwa bei den Flüchtlingen zum Einsatz kommen sollen.

Gespendete Fahrräder, die aufgearbeitet wurden, werden in einer Liste registriert. Anschließend können sie von interessierten Flüchtlingen gegen einen Leihgebühr von 15 Euro genutzt werden. 509 Leezen wurden in den vergangenen vier Jahren bereits gespendet, generalüberholt und anschließend wieder ausgegeben, besagt die Statistik. Bei Exemplaren, bei denen eine Aufarbeitung nicht mehr lohnt, werden Ersatzteile abmontiert.

Noch gut erhaltende Fahrräder und Kinderräder sind immer willkommen, betont das Team der Werkstatt. Die Spenden oder auch Ersatzteile können mittwochs direkt in der Werkstatt in Vadrup (15 bis 17 Uhr) abgeben werden.

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