1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Telgte
  6. >
  7. Fundstück rückt in den Mittelpunkt

  8. >

Verein „Alter Kreuzweg“

Fundstück rückt in den Mittelpunkt

Telgte

Bei einer Begehung schauten sich verschiedene Experten sowie Vertreter des Kreuzwegsvereins einzelne Stationen an, um mögliche Restaurierungsmaßnahmen zu besprechen.

A. Große Hüttmann

Bei einer Begehung schauten sich verschiedene Experten sowie Vertreter des Kreuzwegsvereins einzelne Stationen an, um mögliche Restaurierungsmaßnahmen (kl. Bild) zu besprechen. Foto: Große Hüttmann

Die Freude bei den Vorstandsmitgliedern Josef Kosmann, Josef Everwin, Ewald Büdenbender und anderen Mitgliedern des Vereins „Alter Kreuzweg“ ist groß. Denn in den vergangenen Tagen hat der städtische Bauhof am Fuße des Hochkreuzes ein Fundament erstellt, auf dem spätestens zu Beginn der Karwoche der historische Stein aufgestellt worden sei, der vor wenigen Monaten in der Nähe dieser Station gefunden wurde. Wahrscheinlich handelt es sich dabei um ein Stück des Vorgänger-Kreuzweges.

Stück des Vorgänger-Kreuzweges

Diese These stützt auch das Referat für Denkmalpflege des Landschaftsverbandes. Nach Ansicht der Experten handelt es sich bei dem Sockelstein um einen Bestandteil des älteren (ersten) Kreuzweges an dieser Stelle aus den 1850er Jahren.

Bei einem Ortstermin mit Vertretern des Kreuzwegvereins, der Stadt, eines Dachdecker-Fachbetriebes und des Landschaftsverbandes wurden jetzt einzelne Stationen genauer unter die Lupe genommen, um Restaurationsmaßnahmen abzustimmen. Die Arbeiten sollen nach Möglichkeit noch in diesem Jahr stattfinden.

Nach Ansicht der LWL-Fachleute befinden sich die Figurengruppen aufgrund einer erkennbar guten Pflege durchweg in einem guten Zustand, sodass hier kein Restaurationsbedarf besteht. Die Aufmerksamkeit der Beteiligten galt anschließend den Kapellenhäusern, wobei an einzelnen Handlungsbedarfe festgestellt wurde“, so Josef Kosmann vom Kreuzwegverein.

Josef Kosmann

Während sich nach Angaben seinen Angaben bei der Dichtigkeit der Dächer keine Probleme zeigten, wurden Schäden an einigen rückwärtigen Außenisolierungen sowie an Innenputzen erkannt, die durch Versalzungen und Feuchtigkeitseinflüsse entstanden sein könnten. Keiner der Schäden sei jedoch substanzgefährdend. Zudem seien sie überwiegend kleinflächig, also recht gut reparabel.

Schäden sind gut reparabel

Um die einzelnen Arbeiten und die zum Einsatz kommenden Materialien exakt festlegen zu können, soll zunächst eine fachliche Analyse der Schadensursachen in Auftrag gegeben werden. Nach deren Vorlage und auf der Grundlage des LWL-Begehungsberichtes sollen die einzelnen Restaurierungsarbeiten in der Reihenfolge ihrer Dringlichkeit zwischen den Beteiligten abgestimmt und sukzessive umgesetzt werden.

„Auch bei dieser Maßnahme wird unserer Verein wieder die Rolle des Trägers übernehmen. Dabei wird ihm unter anderem die Abstimmung mit den Denkmalbehörden, die Beauftragung, Überwachung und Abrechnung der Arbeiten sowie die Darstellung der Finanzierung obliegen“, betont Josef Everwin, Vorsitzender des Vereins.

Der Verein werde sich erneut mit eigenen Mitteln an den Kosten beteiligen. Der Kreis Warendorf habe zudem eine Kostenbeteiligung im Rahmen der Aktion „Rettung der Bildstöcke und Wegekreuze im Kreis Warendorf“ zugesagt.

Startseite
ANZEIGE