Präsente für Verkehrsausschuss

„Für uns derrichtige Weg“

Telgte

Die Mitglieder der Bürgerinitiative gegen den Ausbau der Bundesstraße haben den Mitglieder des Verkehrsausschusses des Bundestages Buchpräsente geschickt, um auf die Bedeutung des Prozessionsweges aufmerksam zu machen.

Sylvia Krüger, Ute Kutscher-Inkrott und Marion Walorski (v.l.) packten Päckchen mit dem Buch von Dr. Thomas Hövelmann über den Prozessionsweg Foto: privat

Fragt man Vertreter der Bürgerinitiative B 51 Telgte, was und ob sie gerade für Aktionen durchführen oder planen, so klärt Sylvia Krüger, stellvertretende Vorsitzende, auf: „Natürlich machen wir uns seit langer Zeit Gedanken darüber, wie wir die Entscheidungsträger in Berlin – die Mitglieder des Verkehrsausschusses des Bundestages – auf die verheerenden Folgen eines möglichen Ausbaus der B 51 zwischen Münster und Telgte aufmerksam machen können. Daher haben wir gerade ganz aktuell jedem Mitglied des Verkehrsausschusses ein Buch über unseren Prozessionsweg geschickt. Beigelegt ist diesem persönlich adressierten Päckchen ein Schreiben mit der eindringlichen Bitte, dieses Projekt aus dem vordringlichen Bedarf im aktuellen Bundesverkehrswegeplan herauszunehmen, um so den Erhalt dieses Weges zu sichern.“ Der vollständige Text ist auf der Website der Bürgerinitiative nachzulesen. Auch Cem Özdemir als Vorsitzender dieses Ausschusses hat ein solches Präsent erhalten.

Der Prozessionsweg zwischen Münster und Telgte, seit Jahrhunderten zur Tradition der westfälischen Kulturlandschaft gehörend, steht als Ensemble unter Denkmalschutz. Dieses gesamte Ensemble würde dem Ausbau zum Opfer fallen. Dazu due Vorsitzende Maria Odenthal-Schnittler: „Der Prozessionsweg mit all seinen Bäumen und den Bildstöcken steht für mich sozusagen beispielhaft im weltlichen Sinne für den ,richtigen’ Weg – den Weg hin zu einer ökologisch-ökonomisch-sozialen Transformation. Vernichten wir ihn, verbauen wir uns hier vor Ort wieder eine Chance mehr in diese Richtung. Als Vertreter der Bürgerinitiative hoffen wir, viele von dieser Sicht der Dinge, auch und gerade im fernen Berlin, zu überzeugen.“

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