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25 Jahre Vadruper Wochenmarkt

Garant für die Grundversorgung

Westbevern

Für so viele ist es eine geliebte Tradition: Der Einkauf auf dem Vadruper Wochenmarkt hat sicher auch für manch einen einen hohen Genussfaktor. Jetzt hat der beliebte Wochenmarkt ein Jubiläum zu feiern. Er besteht nunmehr seit 25 Jahren.

Von Bernhard Niemannund

Vadruper Wochenmarkt Foto: Bernhard Niemann

„Die Ware ist frisch, und man weiß, wo sie herkommt. Hier bekomme ich das, was ich brauche. Und ich werde gut beraten.“ Das ist aus dem Kreis der Kunden zu hören, die den Vadruper Wochenmarkt besuchen. „Auf dem kleinen, feinen, gemütlichen und mit zahlreichen Angeboten bestückten Markt kann man sich jederzeit eindecken“, unterstreichen Berni Bitter, Willi Wewelkamp und Wolfgang Brendel. Sie gehören zum Kundenstamm, die fast jedes Mal zum Brinker Platz kommen, und nach ihrem Rundgang mit Obst, Gemüse, Eiern, Brot, Wurst- und Fleischwaren, Blumen und vielem mehr nach Hause gehen.

Zufriedenheit herrscht nicht nur bei den Kunden, sondern auch bei den Marktbeschickern Johannes Ahlbrandt, Otto Reckermann, Anja und Rainer Mertens sowie Maren Rösmann. „Es macht Spaß. Die Kunden sind freundlich“, unterstreichen Peter Manthey und Bernhard Welp aus dem Verkaufswagen. Ein positives Echo auf den Vadruper Wochenmarkt, der am 9. Mai seit 25 Jahren besteht. Das Jubiläum wurde am gestrigen Mittwoch mit kleinen Überraschungen gefeiert.

35 bis 40 Kunden im Durchschnitt

Dass es weitergeht, daran lassen die Beschicker keinen Zweifel. 35 bis 40 Kunden sind es im Durchschnitt, die wöchentlich (donnerstags von 16 bis 18 Uhr) den Vadruper Wochenmarkt besuchen. Johannes Ahlbrandt, der eigene Hoferzeugnisse anbietet, und die Landfleischerei Otto Reckermann aus Ostbevern mit ihren Fleisch- und Wurstspezialitäten aus nahezu vollständig eigener Herstellung, sind die „Dauerbrenner“ und seit dem ersten Markt im Jahre 1996 dabei.

Frisches und Schönes aus der Region, Obst und Gemüse und weitere saisonale Waren umfasst das Sortiment von Anja und Rainer Mertens aus Ostbevern, die seit einem Jahr zum Kreis der Anbieter gehören. Maren Rösmann bietet frische Blumen aus dem eigenen Anbau an. Sie vervollständigt seit zwei Monaten das Quartett der Wochenmarkt-Beschicker. „Die Anzahl der Kunden hat zugenommen. Zum festen Kundenstamm gesellen sich auch zahlreiche neue Bürger, die sich mit Waren für den täglichen Gebrauch eindecken“, stellen die Marktbeschicker heraus. Sie und die Kunden hätten nichts dagegen, wenn noch der eine oder andere Anbieter hinzu kommen würde.

Premiere am 9. Mai 1996

Am 9. Mai 1996 hatte der Vadruper Wochenmarkt seine Premiere. Der damalige Vorsitzende des Westbeverner Krink e. V. , Reinhold Hobeling, hatte gemeinsam mit Elfriede Ahlbrandt die Idee. Nur 14 Tage vorher waren acht Marktbeschicker zu einer Besprechung in der Gaststätte Wördemann eingeladen. Überrascht waren die beiden Ideengeber über die spontane Reaktion aller Anwesenden, unverzüglich starten zu wollen. Nachdem Erika und Theo Wördemann ihren Parkplatz und die Katholische Kirche den Kappellenvorplatz zur Verfügung stellten, galt es, schnell genügend Strom zu beschaffen. Hier war mit Willi Dumstorff schnell ein Nachbar bereit, zwei Stromanschlüsse in der Gaststätte „Zur scharfen Eck“ und an der St.-Anna-Kapelle zu installieren. So fehlte nur noch die Zusage der Stadt Telgte, weil sie ihre Marktsatzung auf Westbevern erweitern musste. Doch dank der Unterstützung der örtlichen Politiker und des Ordnungsamtsleiter Alfons Gernholt war auch dieses Problem schnell gelöst. Nun hatten Elfriede Ahlbrandt und Reinhold Hobeling nur noch die Marktbeschicker zu informieren.

Vadruper Wochenmarkt, 25 Jahre Foto: Bernhard Niemann

So konnte der Vadruper Wochenmarkt mit unterschiedlichen Anbietern starten. „Mit viel Skepsis wurde der Start begleitet. Doch dieses Gefühl kannten wir im Vorstand schon seit der Gründung des Westbeverner Krink“, berichtete Reinhold Hobeling. Bei der Premiere als Anbieter dabei waren Lothar Höggemann mit Geflügel, Otto Reckermann mit Fleischwaren (beide aus Ostbevern), der Fischladen Bussmeyer aus Hiltrup, Dietmar Semmler mit Obst und Gemüse aus Wolbeck, Meckys Käseparadies aus Telgte und als Lokalmatador der Hofladen Ahlbrandt. Marktgebühren wurden vom Krink nur in der Höhe erhoben, um die Strom- und Versicherungskosten begleichen zu können. Die für die Telgter Märkte eigentlich zuständigen Telgter Wirtschaftsbetriebe übertrugen dem Krink die gesamte Organisation und verzichteten – auch heute noch – auf eine Standgebührenerhebung. Bis zu seinem Ausscheiden aus dem Vorstand Ende 2012 kümmerte sich Reinhold Hobeling mit der Familie Ahlbrandt um die Marktorganisation. „Wenn sich Johannes und Elfriede Ahlbrandt gemeinsam mit Otto Reckermann nicht so intensiv bis heute um den Fortbestand des Vadruper Wochenmarktes gekümmert hätten, wäre das Grundversorgungsangebot noch stärker eingeschränkt, als es schon seit einigen Jahren ist“, so Reinhold Hobeling. „Der Fleischwarenhändler Otto Reckermann und der Hofladen Ahlbrandt haben in den 25 Jahren nicht einmal gefehlt. Dafür herzlichen Dank.“

Waren zwischenzeitlich nur noch zwei Stände auf dem Wochenmarkt, so sind es heute wieder vier. Reinhold Hobeling: „Es wäre wünschenswert, wenn mit dem doch starken Anstieg der Einwohnerzahl auch wieder mehr Anbieter nach Vadrup kommen. Seit dem Wechsel auf dem Brinker Platz in 2007 ist der Markt gebührenfrei.“

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