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Pfarrgemeinde St. Marien hat Hunderte Gottesdienstkarten verschickt

Gemeinsam Weihnachten feiern mit Abstand

Telgte

Die Pfarrgemeinde St. Marien hat Hunderte Gottesdienstkarten verschickt. Weihnachten muss in diesem Jahr mit Abstand gefeiert werden.

Andreas Große-Hüttmann

Petra Tomkötter und das gesamte Team des Pfarrbüros sowie der Küster und weitere Beteiligte hatten in den vergangenen Tagen alle Hände voll zu tun, um die Sitzplätze in den Gottesdiensten an den Weihnachten zu verteilen und mit einem umfassenden Hygienekonzept die Messen mit Abstand zu ermöglichen. Foto: Andreas Große Hüttmann

Post von der Kirchengemeinde St. Marien haben in diesen Tagen insgesamt 2116 Personen erhalten, die sich für einen der 33 Gottesdienste an den drei Weihnachtstagen angemeldet haben. Denn nachdem das Anmeldeverfahren abgeschlossen ist, hat das Team des Pfarrbüros ganze Arbeit geleistet und die sogenannten Gottesdienstkarten fertiggestellt.

Darauf ist im Detail verzeichnet, wo die Betreffenden in den Kirchen sitzen. Dank Skizzen der Kirchengebäude sind die entsprechenden Blöcke leicht zu identifizieren, die Reihen und Plätze zudem durchnummeriert. Der Einlass ist jeweils 20 Minuten vor dem Gottesdienst. Die entsprechende Gottesdienstkarte ist mitzubringen. In den Kirchen gibt es Ordner, die nicht nur auf die Einhaltung des Hygienekonzeptes achten, sondern zudem auch über die Platzaufteilung Bescheid wissen.

Überhaupt ist das Thema Hygienekonzept für Propst Dr. Michael Langenfeld ein wichtiges. Über die Gottesdienstkarten sind die Kirchenbesucher zugleich registriert. Desinfektionsmittelspender, die bereits benannten Ordner am Eingang sowie große Abstände zwischen den Sitzplätzen sind nur einige weitere Bausteine im Gesamtkonzept.

Gemeindegesang wird es nicht geben. Die Organisten – und in Einzelfällen Solosänger – werden die musikalische Gestaltung übernehmen. Zudem, das betont der Propst, würden nur bekannte Lieder gespielt. Auch das gehöre schließlich zu Weihnachten.

Der leitende Pfarrer betont, dass es seiner Ansicht nach wichtig sei, gerade an Weihnachten für alle Gläubigen ein vertrautes Angebot für die Seele zu unterbreiten. Genauso wie beispielsweise ein gutes Essen gehöre das gemeinsame Feiern der Eucharistie für viele Gläubige dazu und sei letztlich in den schwierigen Coronazeiten so etwas wie Balsam für die Seele und eines von wenigen derzeit (noch) möglichen Gemeinschaftserlebnissen mit dem gebotenen Abstand.

Um das zu ermöglichen, hätten die Vorbereitungen in der Kirchengemeinde bereits vor Wochen begonnen. Über entsprechende Flyer konnten sich die Gläubigen aus ursprünglich 36 Gottesdiensten ein für sie passendes Angebot auswählen. Die Resonanz war groß. Lediglich für drei Gottesdienste gab es so wenig Anmeldungen, dass diese letztlich nicht stattfinden werden. Das betrifft die Christmette an Heiligabend um 22 Uhr in Westbevern, am 1. Feiertag um 9 Uhr die Messe in der Kapelle des Krankenhauses Maria Frieden sowie um 11.30 Uhr am gleichen Tag den Gottesdienst in Westbevern.

Die Personen, die sich für diese Gottesdienste angemeldet hätten, seien bereits über die Absage informiert worden.

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