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Gedichte von Christian Nachtigäller

Gereimtes zu Ungereimtheiten

Telgte

Ein Geistesblitz oder er macht sich einfach einen Reim daraus. Christian Nachtigäller hat immer etwas Schreibbares dabei: Notizbüchlein, Schreibwerkzeug, sein Handy. Jetzt präsentiert der vielseitige Künstler eine neues Werk. Und in diesem Werk stehen 200 Gedichte im Mittelpunkt, die vorwiegend gute Laune verbreiten sollen. Das macht Lust auf das Lesen.

Von Bernd Pohlkamp

Christian Nachtigäller stellt sein achtes Buch vor: WortWalzer – Gereimtes zu Ungereimtheiten. Foto: Bernd Pohlkamp

Christian Nachtigäller (53) ist ein begnadeter Lyriker. Er ist auch Schriftsteller, Geschichtenliebhaber, Maler und Bildhauer. Doch dieses Mal stehen 200 Gedichte im Mittelpunkt. Diese hat er in seinem neuesten Werk zusammengetragen. „Wort Walzer“ – Gereimtes zu Ungereimtheiten – nennt er sein achtes Buch. „Wenn Sätze zusammenpassen, ist es wie ein Tanz um Worte herum.“ Seine Zuneigung zum einzelnen Wort in deutscher Sprache hat ihn dieses Mal in die Welt der Gedichte geführt. Seine Inspiration holt er sich von Menschen, denen er begegnet und denen er rein zufällig zuhört. Dann ist es nicht mehr weit zum Gedicht oder zur Geschichte: Ein Geistesblitz oder er macht sich einfach einen Reim daraus. Christian Nachtigäller hat immer etwas Schreibbares dabei: Notizbüchlein, Schreibwerkzeug, sein Handy. So sammelt er Geschichten, Ideen – tut es wie andere früher Briefmarken sammelten: Die guten kommen ins Album, die anderen in die Tüte. Das Sammelalbum an Gedichten wurde immer umfangreicher. Dann kam die Corona-Pandemie. Christian Nachtigäller hatte mehr Zeit. Denn das Zuhören, die Begegnungen mit Menschen, das war erst einmal vorbei. Also ließ er seinen Gedanken freien Raum und sah in seinem „Album“ die etwa 800 bereits gesammelten Gedichte. Er ordnete sie in Kategorien ein. Als die Pandemie begann und Christian Nachtigäller viel Zeit daheim verbrachte, veröffentlichte er jede Woche ein aufmunterndes Gedicht. „Damit wollte ich eine positive Stimmung verbreiten. Das ist mir wohl gelungen, denn die Rückmeldungen, die ich erhielt, spornten mich an, eine Auswahl meiner schönsten Gedichte in einem Buch zu veröffentlichen.“ Weiter erzählt er: „Mir war auch bewusst, Gedichte haben es schwer, werden kaum gelesen und sind selten geliebt.“ Mit seinem 300 Seiten-Werk wagt er es dennoch, das angestaubte Image zu durchbrechen.

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