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Münsterland Giro 2022 

Giro-Teilnehmer stehen vor geschlossener Schranke 

Telgte

Vor geschlossener Schranke musste die Spitzengruppe der 65-Kilometer-Jedermänner in Telgte auf die Ausfahrt des Zuges in Richtung Warendorf warten.

Vor geschlossener Schranke musste die Spitzengruppe der 65-Kilometer-Jedermänner in Telgte auf die Ausfahrt des Zuges in Richtung Warendorf warten Foto: Bernd Pohlkamp

Diesen Empfang in Telgte wird die Spitzengruppe der sogenannten Jedermänner, die am Montagmorgen auf der 65 Kilometer-Strecke unterwegs waren, sicher nicht vergessen. Denn als die Rennradfahrer im flotten Tempo das Telgter Ei durchquert hatten, musste sie wenige Meter später kräftig die Bremsen ziehen. Der um 8.29 Uhr in Richtung Warendorf ausfahrende Zug sorgte für einen unerwarteten Halt.

Zwei knappe Minuten etwa – geschätzt – war Stillstand statt Höchsttempo angesagt. Entsprechend groß war der Frust bei den Ersten, die teilweise mächtig schimpften, während nachfolgende Rennradfahrer durch den Stopp aufschließen konnten.

Danach konnte es über das Baßfeld weitergehen, und beim Durchfahren des Startbogens in Höhe des Sparkassengebäudes konnten sich die Jedermänner fast wie die Profis fühlen, die sich von hier aus gut vier Stunden später auf ihren 200 Kilometer langen Rundkurs machten.

Zahlreiche Telgter waren beim Giro entweder in den verschiedenen Amateurklassen am Start oder als ehrenamtliche Helfer im Einsatz. Michael Altefrohne und Manfred Inkmann etwa hatten einen Arbeitsplatz an der Sonne.

Am Telgter Ei sorgten sie dafür, dass die Radfahrer freie Fahrt hatten und Autofahrer, die sich immer wieder trotz der Sperrungen bis nach hier „verirrten“, umdrehen mussten. Angesprochen worden waren sie vom TV Friesen, ihr Handgeld als ehrenamtliche Helfer wiederum wandert in die Kasse für das Raestruper Gemeindehaus.

Zahlreiche Fans der Radsportler säumten die Straßen in Telgte und dem Umkreis.

Nadine, Annika und Svenja etwa hatten extra ein Plakat für ihren Bekannten Paul gemalt. „Der ist heute zum ersten Mal dabei und eigens für das Renne aus Hamburg gekommen“, sagte die drei jungen Frauen.

Sie machen es sich bei Opel Dartmann gemütlich. Ein Geheimtipp, wie es scheint, denn an dieser Stelle sind den ganzen Tag über viele Zuschauer. „Die Kreiseldurchfahrt muss bei geringerem Tempo erfolgen“, sagt ein Passant, warum er gerade hier steht. Das sei eine spannende Stelle..

Stundenlang im Einsatz ist auch Bürgermeister Wolfgang Pieper. Ob beim Interviewtermin auf der Bühne oder beim Start der Profis, er ist ein gefragter Mann, denn für einen Tag ist Telgte so etwas wie das „Mekka der Radrennfahrer“. „Ich bin selbst seit jeher ein begeisterter Radfahrer, und das sind viele andere Telgter auch“, bekennt er in einem Interview.

Einige Zeit vor dem Start der Profis wurde es auf dem Adolph-Kolping-Platz richtig voll. Vor allem die Vorstellung der Teams und Fahrer zog die Massen an. Angesichts des guten Wetters wurde der Giro-Auftakt in Telgte zu einer im wahrsten Sinne des Wortes bewegenden Sache.

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