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Auf Dauer werden alle an Kanalisation angeschlossen

Gnadenfrist für Kleinkläranlagen

Telgte

Auf Dauer müssen in Raestrup alle Häuser an die Kanalisation angeschlossen werden. Kleinkläranlagen sind nach einer Übergangszeit nicht mehr zulässig.

Von Stefan Flockert

Dadurch, dass die Außenbereichssatzung in Vadrup durch eine Innenbereichssatzung ersetzt wurde, hat sich rechtlich einiges verändert. Foto: Stefan Flockert

Damit das Gemeindehaus errichtet werden kann und um die sechs bis acht Bauplätze bebauen zu können, musste in Raestrup die Außenbereichs- in eine Innenbereichssatzung umgewandelt werden. Was Folgen hat. Kleinkläranlagen sind bei Neubauten gar nicht mehr genehmigungsfähig. Und im Bestand gilt eine Übergangsfrist. Auf Dauer müssen alle Gebäude an eine noch zu bauende Druckrohrleitung angeschlossen werden. Das berichtete Bürgermeister Wolfgang Pieper in der jüngsten Ratssitzung. Das habe damit zu tun, dass das Gebiet im Wassereinzugsgebiet von Everswinkel liege und es dort eine Schutzzone gibt.

Drei Möglichkeiten sind in der Diskussion, wohin die Druckrohrleitung durch den Abwasserbetrieb TEO verlegt werden könnte: nach Telgte, nach Everswinkel oder nach Einen/Müssingen. Die Entscheidung steht noch aus.

Bis die Druckrohrleitung zu einem der Klärwerke gebaut ist, wird es wohl bis 2025 dauern. Die Eigentümer von bestehenden Gebäuden können ihre Kleinkläranlagen zunächst einmal weiterbetreiben. Für Neubauten wird als Übergangslösung eine Sammelgrube errichtet. Von dort aus wird das Abwasser regelmäßig abgefahren. Diese Lösung werde von den Wasserbehörden mitgetragen, berichtete der Bürgermeister. Der Aufwand für die geruchsdichte Grube sei sehr hoch. Der Abwasserbetrieb habe bereits die Erstellung eines Konzepts in Auftrag gegeben. Dieses soll bis Mitte dieses Jahres stehen.

Wolfgang Pieper geht davon aus, das Bauwillige ihre Bauanträge ab Ende dieses Jahres stellen können. Für den Anschluss an die Kanalisation wird ein einmaliger Beitrag zu leisten sein. Die laufende Entwässerung wird wie andernorts auch über die Gebühren finanziert.

Der Bau der Druckrohrleitung wird zudem für einen „hohen finanziellen Aufwand“ (Pieper) sorgen. Auch diese Kosten müssten über die Gebühren umgelegt werden.

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