1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Telgte
  6. >
  7. Grundwasserniveau von 2011

  8. >

Stadtwerke freuen sich über Erholung des Pegels

Grundwasserniveau von 2011

Telgte/Ostbevern

Die Wasserversorgung für Telgte und Ostbevern ist in den kommenden Jahren gesichert, versichert Rolf Berlemann von den Stadtwerken Ostmünsterland. Nach den sehr trockenen Jahren 2018 bis 2020 hat sich auch der Grundwasserspiegel erholt und liegt nun auf dem Niveau von 2011.

Von Stefan Flockert

Über ihre Wasserwerke an der Westbeverner Straße in Telgte und im Schirl in Ostbevern pumpen die Stadtwerke Ostmünsterland täglich rund 2,5 Millionen Liter Wasser ins Leitungsnetz. Foto: Stefan Flockert/Ralf AumüllerRalf Aumüller

2,5 Millionen Liter Wasser geben die Stadtwerke Ostmünsterland im Mittel pro Tag ab. In besonderen Spitzenzeiten an ganz heißen Tagen im Sommer zwischen 16 und 20 Uhr sind es auch schon mal 350 000 Liter pro Stunde.

Diese enormen Wassermengen bereitzustellen, ist für die Stadtwerke kein Problem. „Den Wasserverbrauch für die nächsten Jahre für Telgte und Ostbevern können wir abdecken“, versichert Rolf Berlemann, technischer Geschäftsführer der Stadtwerke. „Die Versorgung ist sicher“, hatte er auch schon in der jüngsten Sitzung des Klimaausschusses gesagt, als er über die Stadtwerke, deren Aufgaben und Projekte berichtet hatte.

Nicht, dass es wünschenswert wäre, aber auch mehrere extrem trockene Jahre stellten kein Problem dar. Jahre mit wenig Regen und damit ein Absacken des Grundwasserspiegels habe es in den Jahrzehnten, seitdem die Stadtwerke alle Stände dokumentierten, immer gegeben.

2001, 2002, 2006 und 2010 seien solche Jahre gewesen, weisen die Kurven in den Statistiken des Unternehmens ganz klar aus. Auch die Dürrejahre 2018, 2019 und 2020 haben den Versorger nicht vor Probleme gestellt. Zu groß sind die in 15 bis 35 Metern Tiefe befindlichen Grundwasserreserven. „Wir haben seit gut 20 Jahren beim Grundwasserspiegel ein ganz vernünftiges Niveau“, so Berlemann.

„Im Sommer gehen wir normalerweise in eine Grundwasserschuld, weil es wegen des fehlenden Regens keine Nachbildung gibt“, erläutert Berlemann vor den Kommunalpolitikern. Und er sagte weiter: „Von Oktober bis März ist die regenreiche Zeit, in der wird aufgefüllt.“ Und genau das sei in den Jahre 2018 bis 2020 nicht passiert. Auch in den Wintern habe es nicht genug geregnet. 2021 sei nun aber wieder „ein normales Jahr“. Auch im Sommer habe es viel Niederschlag gegeben. „Mitte Oktober haben wir das Grundwasserniveau vom 1. Oktober 2011 erreicht“, berichtete er.

Das habe trotz des vielen Regens relativ lange gedauert, weil zuerst der völlig ausgetrocknete Boden das Wasser aufsaugen musste. Doch dann sei auch auch der Grundwasserspiegel gestiegen. „Und jetzt kommen noch die sechs nassen Monate.“

Auch wenn die beiden Wasserwerke in Telgte an der Westbeverner Straße und im Schirl in Ostbevern wohl auch in den nächsten Jahren problemlos genügend Wasser in die Leitungen pumpen können, appelliert Rolf Berlemann an die Bürger: „Wasser ist zwar genügend da. Aber wir müssen auch vernünftig damit umgehen. Den Bürgern muss bewusst sein, was für ein qualitativ hochwertiges Produkt das ist.“ Er spricht dabei unter anderem die Gartenpoolbesitzer an, die ihre Becken mit 15 Kubikmetern Wasser füllten und dies im Sommer Woche für Woche wiederholen, weil sie keine Chemie in den Pool kippen wollten und das kostbare Nass deshalb regelmäßig ausgetauscht werde.

Startseite
ANZEIGE