1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Telgte
  6. >
  7. „Hagen an der Ems“ zum Auftakt

  8. >

Umgestaltung von Dümmert-Park und Emsaue

„Hagen an der Ems“ zum Auftakt

Telgte

Dümmert-Park und Emsaue sollen umgestaltet werden. Doch einige auf der Prioritätenliste ganz weit oben stehende Projekte müssen warten. Deshalb wird nun eine andere Maßnahme vorgezogen: die neue Neugestaltung des „Hagen an der Ems“, des Damms entlang des südlichen Emsarms.

Von Stefan Flockert

Bauamtsleiter Christian Korte steht steht vor dem Hagen an der Ems, dem Damm, der im Rahmen der Neugestaltung des Dümmert-Parks als erstes in Angriff genommen werden soll. Foto: Stefan Flockert

2020 hat die Politik in einen städtebaulichen Entwicklungskonzept beschlossen, den Dümmert-Park und die Emsaue umzugestalten und dadurch aufzuwerten. Insgesamt 18 Maßnahmen stehen auf der Agenda. Diese sollen nach und nach in einem Zeitfenster von sieben bis acht Jahren umgesetzt werden, wie Bauamtsleiter Christian Korte berichtet.

Allerdings verzögert sich das Ganze, weil einige Maßnahmen der Prioritätengruppe eins wie die Aufwertung von Klein-Borkum, die Verlegung des Kinderspielplatzes und die barrierefreie Radwegeverbindung zurückgestellt werden müssen. Grund: Hier bestellt nicht die Stadt den Bagger, sondern die Bezirksregierung. „Alles, was unmittelbar mit dem Fließgewässer Ems zu tun hat, muss von der Bezirksregierung umgesetzt werden“, erläutert Korte. So könne es dort vermutlich erst 2023/24 losgehen. „Das ist schade, aber da müssen wir auf unseren Partner warten.“

Damit die Dümmert-Park-Umgestaltung nicht ganz ruht, wird die Maßnahme „Hagen an der Ems“ vorgezogen. Der parallel zur Ems vom Emstor bis zur Brücke am Christoph-Bernsmeyer-Haus verlaufende Wall soll aufgewertet werden. Zwischen Stadt und Flussaue sollen Blickbeziehungen entstehen, um die Verbindung von Ems und Altstadt weiter zu stärken. Bisher sind solche Blickbeziehungen nicht gegeben. Der Hagen selbst soll vergrößert werden, wodurch eine Parkkante geschaffen werden kann. Für Durchblicke zur Altstadt sollen an prominenten Stellen die Büsche weggeschnitten werden. Verzichtet wird aber zunächst aus finanziellen Gründen auf die Balkone, von den aus in Richtung Altstadt geguckt werden sollte.

Vorhandene Treppen, die den oberen Dammweg mit dem unterhalb verlaufenden erschließen, sollen versetzt und vergrößert werden. Die Böschung wird durch eine Bepflanzung mit Stauden oder Ähnlichem verschönert und vor Erosion bei Starkregen geschützt.

Die Maßnahme „Hagen“ soll 305 000 Euro kosten. 70 Prozent werden von der Bezirksregierung gefördert. Der Eigenanteil der Stadt liegt bei 91 550 Euro. Die Realisierung ist für 2022/23 geplant. Wenn die beantragten Fördergelder fließen, könne, so Christian Korte, mit der Umsetzung im Frühjahr/Sommer 2022 begonnen werden.

Startseite
ANZEIGE