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Ninletics Park neben der Dirt-Bike-Bahn an der Einener Straße geplant

Hangeln like a Ninja Warrior

Telgte

Auf dem Bolzplatz an der Einener Straße soll neben der Dirt-Bike-Bahn ein 30 mal 40 Meter großer Ninja-Parcours errichtet werden. Dafür hat sich der Ausschuss für Generationen und Soziales einstimmig ausgesprochen. Die Kosten betragen rund 145.000 Euro.

Von Stefan Flockert

Auf dem Bolzplatz an der Einener Straße Foto: Stefan Flockert/Animation: NinflyNinfly

„Ninja Warrior“, eine Show im deutschen TV, bei der Kandidaten schwerste Hindernisparcours mit Geschick, Kraft und Köpfchen überwinden, liegt bei Kindern und Jugendlichen voll im Trend. Etwas, das in diese Richtung geht, soll schon bald in Telgte realisiert werden: ein sogenannter „Ninletics Park“, in dem nach Herzenslust gehangelt, geklettert und balanciert werden kann. Dafür haben sich die Mitglieder des Ausschusses für Generationen und Soziales am Donnerstagabend einstimmigausgesprochen.

Entstehen soll die Anlage auf dem Bolzplatz neben der im vergangenen Jahr eröffneten Dirt-Bike-Bahn an der Einener Straße östlich des Tennisclubs. Der Ninja-Parcours ist ein weiterer Baustein bei der insbesondere vom Stadtelternrat initiierten Schaffung von Trendsportanlagen, für die 200.000 Euro im städtischen Etat bereitgestellt wurden. Nach der Fertigstellung der Dirt-Bike-Anlage sind davon noch 145.000 Euro übrig. Diese sollen nun in den Ninletics-Park fließen.

Umgesetzt werden soll der Park in Kooperation mit der Firma Ninfly, die in Münster eine große Indoor-Freizeit- und Sportanlage betreibt, in der es eine Vielzahl von Hindernissen gibt, wie es sie auch in Telgte geben soll. Inhaber Tom Ahlemeyer und Betriebsleiter André Buschhorn stellten in der Sitzung ihre Ideen vor, wie der Ninja-Parcours aussehen könnte. Das Konzept sieht vor, dass die Fläche 30 mal 40 Meter groß sein wird. Der Boden soll mit einer dicken Hackschnitzelschicht bedeckt sein, die bei Abstürzen von den Hindernissen abfedernd wirken sollen.

Die outdoorfähigen und für eine öffentliche Nutzung zertifizierten Hindernisse, die insgesamt 110.000 Euro kosten, werden über eine holländischen Fachfirma bestellt, mit der Ninfly erfolgreich zusammenarbeitet. Die Hackschnitzel kosten 20.000 Euro, für Beratung und Planung werden 15.000 Euro veranschlagt.

Das Areal soll so vorbereitet werden, dass eine Erweiterung – sollten einmal zusätzliche Gelder zur Verfügung stehen – möglich ist. Ahlemeyer denkt dabei an eine Art Laufbahn, die um die Fläche herumführt und auf der beim Laufen Hindernisse zu überwinden sind. Ein solcher sogenannter „OCR Hindernis-Run“ wird mit zirka 60.000 Euro veranschlagt.

Zielgruppe sind in erster Linie Kinder und Jugendliche, die sich bei einer Frage auch einen solchen Ninja-Parcours gewünscht hatten. Aber auch Studenten, Eltern, Sportvereine, Feuerwehr und Polizei sollen sich nach Vorstellungen der Ninfly-Planer dort versuchen können. Auf Nachfrage von Anne-Kathrin Schulte (CDU), ob die Anlage auch etwas für Mädchen sei, mussten Ahlemeyer und Buschhorn lächeln. Im Ninja-Bereich im Ninfly seien mindestens 50 Prozent Mädchen zu finden, berichtete Ahlemeyer. Außerdem, so Buschhorn, habe sich ein großer Teil der Mädchen bei der Befragung durch den Stadtelternrat im Vorfeld genau eine solche Anlage gewünscht. Und Ahlemeyer fügte an: „Auch Senioren werden ihren Spaß haben. Das Schöne ist, hier können die Generationen miteinander trainieren.“

Wann die Anlage errichtet werden soll, blieb offen. „Möglichst schnell“, sagte die Ausschussvorsitzende Katja Müller (Grüne). Ein konkretes Datum wurde aber nicht genannt.

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