1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Telgte
  6. >
  7. Haus brennt komplett ab

  8. >

Großeinsatz für die Feuerwehr in Westbevern-Vadrup

Haus brennt komplett ab

Westbevern

Fast 70 Kräfte von Feuerwehren aus Telgte und dem Umkreis waren am Samstag mehrere Stunden bei einem Hausbrand im Einsatz. Dabei brannte ein Gebäude bis auf die Grundmauern nieder, ein direkt angrenzendes Haus konnte gerettet werden.

Von A. Große Hüttmann

Nach rund zwei Stunden hatten die Mitglieder von Feuerwehren aus Telgte und dem Umkreis den Brand so weit unter Kontrolle, dass sie sich auf Nachlösch- und erste Aufräumarbeiten beschränken konnten. Foto: Andreas Große Hüttmann

Bis auf die Grundmauern brannte am Samstag ein Wohnhaus in der Bauerschaft Voßhaar in Westbevern-Vadrup nieder. Mehrere Stunden lang waren Mitglieder der Feuerwehr Telgte und von anderen Löschzügen aus dem Umkreis im Einsatz, um das Feuer zu bekämpfen. Dabei konnte nach Angaben von Einsatzleiter Nico Sand durch einen massiven Einsatz von Personal und Material ein Übergreifen auf ein nahezu direkt angebautes weiteres Haus verhindert werden. Während das brennende Gebäude vollkommen zerstört wurde, hielten sich die Schäden bei dem anderen Objekt am Samstagabend bei einer ersten Inaugenscheinnahme in Grenzen.

Beim Eintreffen der ersten Feuerwehrleute brannte das Haus in der Bauerschaft, an der Grenze zu Ostbevern-Brock gelegen, bereits in voller Ausdehnung. Sowohl aus dem Dachgeschoss als auch aus Fenstern und Türen im Erdgeschoss schlugen den Wehrleuten die Flammen entgegen.

Mehrere Feuerwehren im Einsatz

Wegen der Größe des Brandes wurden nicht nur die Feuerwehren aus Telgte und Westbevern, sondern sofort auch die sogenannte Löschwasserkomponenten aus Ostbevern und Everswinkel alarmiert. Die Löschgruppe Brock sowie Feuerwehrleute aus Milte und Einen waren ebenfalls im Einsatz.

Während ein Teil der Kräfte gegen die Flammen vorging, baute eine anderer Teil eine sogenannte Riegelstellung auf, um ein Übergreifen auf ein direkt angrenzendes weiteres Wohnhaus zu verhindern. Das, so Einsatzleiter Nico Sand, sei ein besonderes schwieriges Unterfangen gewesen, denn die Gebäude sind zum Teil baulich verbunden. Mit vereinten Kräften sei es schließlich gelungen, das andere Gebäude weitgehend zu retten.

Hausbewohnerin erleidet Rauchgasvergiftung

Während die ersten Feuerwehrleute gegen die Flammen vorgingen, kümmerten sich Mitarbeiter des Rettungsdienstes um die 60-jährige Hausbewohnerin. Diese wurde nach Angaben der Wehr mit einer Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht. Eine 52-Jährige und ein 56-Jähriger, die in dem anderen Gebäudeteil waren, blieben nach Angaben der Polizei unverletzt.

Nach rund zwei Stunden hatten die Feuerwehrleute den Brand unter Kontrolle, die Nachlöscharbeiten ziehen sich aber voraussichtlich noch bis in die späten Abendstunden hin.

Techniker der Stadtwerke Ostmünsterland waren ebenfalls vor Ort, um das Haus vom Stromnetz zu trennen. Auch das war nicht ganz einfach, einige Zeit mussten auch einige umliegende Häuser sicherheitshalber vom Netz genommen werden.

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Benjamin Schürholt war ebenfalls an der Einsatzstelle und half als Abschnittsleiter – er ist auch Mitglied des Löschzuges Telgte – bei dem Einsatz direkt mit.

Zur Ausleuchtung der Einsatzstelle wurde das THW Warendorf/Ostbevern alarmiert, das am späten Nachmittag eine entsprechende Technik aufbaute.

Zur Ursache konnten die Einsatzkräfte noch keine Aussagen machen. Zum einen soll die Hausbewohnerin noch befragt werden, zum anderen kündigte die Polizei bereits an, dass Experten der Kripo direkt nach dem Ende der Löscharbeiten die Brandstelle eingehend untersuchen wollen. Mit einem Ergebnis wird erst Anfang der Woche zu rechnen sein. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf deutlich mehr als 100.000 Euro.

Startseite
ANZEIGE