1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Telgte
  6. >
  7. Hecken-Früchte für die Schulküche

  8. >

Teilnehmer des Freiwilligen Ökologischen Jahres packen am Emshof an

Hecken-Früchte für die Schulküche

Telgte

Gleich mehrere Zwecke soll die sogenannte essbare Hecke erfüllen, die jetzt Teilnehmer des Freiwilligen Ökologischen Jahres in Westfalen-Lippe auf dem Schulbauernhof Emshof pflanzten. Wie der Name schon sagt, sind die zu erntenden Früchte essbar. Doch das ist noch nicht alles.

Sieben Teilnehmer des Freiwilligen Ökologischen Jahres in Westfalen-Lippe hatten jetzt auf dem Emshof einen Arbeitseinsatz und pflanzten eine „essbare Hecke“. Foto: Schulbauernhof Emshof

Eine „essbare Hecke“ pflanzten jetzt

17 Teilnehmer des Freiwilligen Ökologischen Jahres in Westfalen-Lippe auf dem Schulbauernhof Emshof. Auf einer Länge von fast 100 Metern wurden in drei Reihen abwechslungsreich zehn verschiedene für diesen Standort und die Region typische Gehölze gepflanzt.

„Für uns ist das ein wichtiger Beitrag im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung“, wird Ute Wichelhaus, Geschäftsführerin und Landschaftsökologin des Emshofs, in einer Pressemitteilung zitiert. „Die Gehölze bieten Lebensraum für diverse Tiere, binden CO2, sorgen für eine artenreiche Landschaft, und die Früchte der Hecke können später mit Schulklassen auf dem Schulbauernhof geerntet und in der Küche verarbeitet werden“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Sandiger Standort

An diesem sandigen Ort werden Eberesche, Schlehe, Weißdorn und Kornelkirschen erst einmal viel Pflege brauchen, bis sie groß genug sind, alleine an diesem trockenen Standort zu überleben. Ergänzt durch Wildapfel und Wildbirnen, die als Kulturgut in der Natur selten geworden sind, sowie bekannteren Arten wie Holunder, Hasel und Hundsrosen ist die Pflanzung laut Ute Wichelhaus ein Beitrag zur Biodiversität. In heißen Zeiten bietet die Hecke später zudem etwas Schatten für das Vieh.

Der Zaun, der die Hecke vor Verbiss in den nächsten Jahren schützen soll, wurde schon mit einer Gruppe junger Auszubildender der Sparkasse Münsterland Ost und der Finanzinformatik im September im Rahmendes „Zeitstiftetags“ der Freiwilligenagentur Münster gesetzt.

Die Tore werden später von Teilnehmenden der „Faga“ (Fachstelle zur Ableistung gemeinnütziger Arbeit) eingebaut. Die Freiwilligen, die bei der Hecke mitgeholfen haben, kommen aus verschiedenen Einrichtungen aus dem Umkreis von Münster.

60 Einsatzstellen in Westfalen-Lippe

Auch in diesem Jahr absolvieren wieder 150 junge Menschen ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) in über 60 Einsatzstellen in Westfalen-Lippe. Die Teilnehmer zwischen 16 und 26 Jahren setzen sich in diesem Bildungs- und Orientierungsjahr für Nachhaltigkeit, Umwelt- und Naturschutz ein. Die FÖJ-Zentralstelle beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) koordiniert den Freiwilligendienst für die Region und begleitet die jungen Menschen während ihres Einsatzes.

Seit der Einführung des Freiwilligen Ökologischen Jahres im Jahr 1993 ist das Interesse an einem Praxisjahr im Natur- und Umweltschutz ungebrochen. „So schnell wie nie zuvor waren alle Plätze in Westfalen-Lippe vergeben“, sagt Ferahs Hafez von der FÖJ-Zentralstelle beim LWL. „Viele junge Menschen beschäftigten die Themen Ökologie und Nachhaltigkeit. Ihr Wunsch, sich in diesen Bereichen zu engagieren, ist groß. Außerdem scheinen fast zwei Schuljahre unter Pandemiebedingungen die Sehnsucht nach sinnvoller praktischer Arbeit und gemeinsamen Erlebnissen gesteigert zu haben.“

Startseite
ANZEIGE