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Sponsorenlauf des TV Friesen

Hilfe für hungernde Kinder in Nepal

Telgte

Voller Begeisterung drehten die Kinder beim Sponsorenlauf des TV Friesen zu Gunsten hungernder Kinder in Nepal ihre Runden.

Von Bernd Pohlkamp

Helfen durch Laufen: Die jungen Sportler starten beim Sponsorenlauf des TV Friesen. Foto: Bernd PohlkampBernd Pohlkamp

Mit einer kleinen Spende fing es an: Katrin Schwarte, kreative Unternehmerin und Übungsleiterin in der Leichtathletikabteilung des TV Friesen, hatte der Shanti Leprahilfe

  Dortmund ein Spende überwiesen. Daraufhin nahm die Gründerin und Vorsitzende Marianne Grosspietsch Kontakt mit der Telgterin auf. In einem ersten Gespräch erfuhr Katrin Schwarte, wie wichtig konkrete Hilfe für das Leben in Nepal sei. Vor allem ging es um Lebensmittel. Der Hunger, besonders be

i Kindern, sei groß, habe sie erfahren. Das fast vergessenes Aufbaunahrungsmittel Litho soll die Kinder wieder gesünder machen. Zwei Kilo Litho kosten knapp fünf Euro. Damit ist ein Kind einen Monat lang gut versorgt. Das Nahrungsmittel sorgt dafür, dass das Kind vollwertig ernährt wird.

Dieser nahrhafte Aufbaubrei besteht aus verschiedenen Getreidearten und Hülsenfrüchten und hilft dabei, Schäden durch Mangelernährung vorzubeugen.

Gemeinsam entwickelten die Dortmunderin und die Telgterin ein Projekt: einen Sponsorenlauf für Sechs- bis Zehnjährige. Genau diese Gruppe trainiert Katrin Schwarte Woche für Woche.

Ihre Teamkollegen in der Leichtathletikabteilung begeisterte sie für diese Hilfe. So entstand ein Konzept und endlich – als die Coronaauflagen dieses erlaubten – lud der TV Friesen zum Sponsorenlauf auf den Sportplatz am Schulzentrum ein. Das Ziel, das der TV Friesen ausrief, lautete: Pro gelaufene 400-Meter-Runde erhält ein Kind in Nepal durch die Organisation Shanti Leprahilfe Dortmund einen Monat lang die Zusatznahrung Litho.

Am Samstag und am gestrigen Sonntag fanden diese Läufe statt: 60 Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis zehn Jahren hatten sich angemeldet. Alle fanden die Idee toll, so hilfsbedürftigen Kindern zu helfen. Eltern und Großeltern unterstützten ihre Kinder oder Enkelkinder als Zuschauer am Rand – und mit Geld. Den finanziellen Einsatz konnte jeder selbst bestimmen.

Alle Teilnehmer verfügten über eine Laufkarte. Jeder durfte so viel laufen wie er wollte. Manche liefen zwei oder drei Sportplatzrunden, andere waren ganz stolz, es auf zehn 400-Meter-Runden gebracht zu haben.

Marianne Grosspietsch war höchstpersönlich zu diesem Sponsorenlauf nach Telgte gekommen, um sich auch bei den Initiatoren und den Kindern mit ihren Eltern und Großeltern zu bedanken. „Es ist unfassbar schön und eine ganz wertvolle Hilfe, die zu 100 Prozent auch in Nepal bei den Hilfsbedürftigen ankommt“, lobte die Dortmunderin. „Ich erlebe hier eine so freundliche Stimmung und große Hilfsbereitschaft.“

Zusammen mit Katrin Schwarte, ihrem Sohn Heiko, technischer Direktor der Shanty Leprahilfe Dortmund und verantwortlich für die Umsetzung, überreichte Grosspietsch den Kindern am Samstag nach ihren Läufen nicht nur Urkunden. Die Familie Großpietsch hatte auch kleine Geschenke als Dankeschön mitgebracht, die Kinder in der Behindertenwerkstatt einer Leprastation in Kathmandu hergestellt hatten.

Im Vorfeld hatte sich Katrin Schwarte auch um Unterstützung bei Firmen bemüht. Sie zeigte sich sehr erfreut über das Ergebnis. Schon vor Beginn des Laufes wurden ihr Spenden in Höhe von 4500 Euro zugesagt. Hinzu kommen noch die Gelder aus den Sponsorenläufen. Abgerechnet wird in den nächsten Tagen.

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