1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Telgte
  6. >
  7. Hoffen auf viele Pilgergruppen

  8. >

Wallfahrtssaison eröffnet

Hoffen auf viele Pilgergruppen

Telgte

Die Telgter Wallfahrtssaison ist am Samstag mit einem von Generalvikar Pater Manfred Kollig aus Berlin gehaltenen Gottesdienst feierlich eröffnet worden. Daran schloss sich die traditionelle Lichterprozession durch Altstadt an, bei der das Gnadenbild durch die Straßen getragen wurde.

Von Bernd Pohlkamp

In einer langen Prozession wurde das Gnadenbild bei der Eröffnung der Wallfahrtssaison durch die Altstadt getragen. Foto: Bernd Pohlkamp

Die Telgter Wallfahrtssaison ist eröffnet. „Himmel und Erde berühren“ lautet das Leitwort für die kommenden Monate. Zusammen mit dem im Erzbistum Berlin tätigen Generalvikar Pater Manfred Kollig feierten am Samstagabend zahlreiche Gläubige und viele Ordensleute nach zweijähriger Coronapause die Festmesse in der Propsteikirche St. Clemens.

Propst Dr. Michael Langenfeld begrüßte die zahlreiche Gäste und Ordensleute. Er wünscht sich nichts mehr als dass in dem jetzt eröffneten Wallfahrtsjahr wieder viele Pilgergruppen nach Telgte kommen: „Dann haben wir hoffentlich viel zu tun.“ Der Propsteichor gestaltete den Gottesdienst musikalisch mit.

Pater Manfred Kollig ging in seiner Predigt darauf ein, dass viele Menschen Idealbildern zu entsprechen versuchten. Das Gnadenbild allerdings relativiere all diese Vorstellungen, „weil es uns den entstellten und gescheiterten Menschen vor Augen stellt. Siehe, der Mensch, sagt Pontius Pilatus über den geschundenen Jesus.“ Weiter sagte Generalvikar Kollig, dass es zum Menschsein dazu gehöre, dass er nicht vollkommen sei, dass er seine Ziele oft nicht erreiche und manchmal sogar komplett scheitere: „Gerade in den Krisen unserer Zeit wird das für viele Menschen wieder sehr deutlich. Wer aber wie Maria glaubt und hofft, den entmutigt das nicht. Gott nimmt sich unserer Schwachheit an.“

Nach der Festmesse fand die traditionelle Lichterprozession durch die Altstadt statt. Die Gläubigen führten während der Prozession ihre in der Kirche bereitgestellten Kerzen mit. Die Mitglieder der Bäcker-, Brauer- und Metzgergilde trugen während der Prozession das Gnadenbild. Die Vereine der Kirchengemeinde gestalteten mit ihren Fahnen- und Bannerabordnungen den langen „Zug“.

Auf dem fast drei Kilometer langen Prozessionsweg waren die Straßen beflaggt und viele Häuser geschmückt oder mit leuchtenden Kerzen versehen. Auf dem Weg spielte eine Blaskapelle und die Teilnehmenden sangen Gotteslieder.

Den Abschluss feierte die Katholische Kirchengemeinde St. Marien mit ihren Gläubigen vor der Gnadenkapelle mit einem Marienlob.

Startseite
ANZEIGE