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Jahresempfang der Stadt im Bürgerhaus

In der Krise solidarisch gehandelt

Telgte

Auch wenn einige Plätze leer blieben, der Jahresempfang der Stadt im Bürgerhaus lockte zahlreiche Telgter. Besonders geehrt wurden in diesem Jahr stellvertretend für viele andere Mitstreiter in den vergangenen fünf Jahrzehnten einige Aktive aus der Seniorenarbeit.

Von A. Große Hüttmannund

Auch wenn einige Plätze leer blieben, der Jahresempfang der Stadt im Bürgerhaus lockte zahlreiche Telgter. Besonders geehrt wurden in diesem Jahr stellvertretend für viele andere Mitstreiter in den vergangenen fünf Jahrzehnten diese Aktiven. Foto: Andreas Große Hüttmann

„Corona hat viel verändert, vor allem auch das Miteinander.“ Dieser Satz von Bürgermeister Wolfgang Pieper beschrieb treffend auch den Jahresempfang der Stadt am Samstagnachmittag. Denn wegen der Pandemie war aus dem altbekannten Neujahrsempfang ein Jahresempfang im Mai geworden, und statt der sonst zwischen 500 und 600 Besucher war es diesmal nur knapp die Hälfte. Einige Plätze im Bürgerhaus blieben leer.

Doch die Pandemie, dessen war sich Pieper ganz sicher, habe auch bewiesen, dass die Stadtgesellschaft in der Lage ist, mit Krisen nicht nur umzugehen, sondern sie auch solidarisch zu bewältigen. Beispielhaft erinnerte der Bürgermeister etwa an die drei Impfstraßen, die das Telgter Unternehmen Hygi in Rekordzeit an seinem Standort aus dem Boden gestampft und an einem Samstag mehr Personen geimpft habe als das Impfzentrum des Kreises. Beispielhaft sei aber auch die Welle der gegenseitigen Hilfsbereitschaft in dieser schwierigen Zeit gewesen.

Kurz ging Pieper auch auf den Krieg in der Ukraine ein, bevor er aus seiner Sicht als wichtigstes Thema für die nächsten Jahren den Regionalplan benannte. „Telgte wird große Potenzialflächen beispielsweise für das Bauen bekommen“, sagte er, betonte aber, dass seiner Meinung nach ein verantwortungsbewusstes Wachsen der Stadt der Maßstab sein müsse. Denn mit einem Wachstum gingen viele Fragen der Infrastruktur einher – von Kindergärten über Schulen bis hin zu Altenheimen und Kläranlagen. „Wir müssen auch in 30 oder 40 Jahren, wenn wir hier wieder zusammenkommen, Telgte noch wiedererkennen können“, sagte er.

Auch wenn letztlich die Politik die Entscheidung habe, der Bürgermeister betonte, dass über eine enge Einbindung der Bürgerschaft ein für Telgte guter Weg gefunden werden müsse.

Im Mittelpunkt standen anschließend Elisabeth Rex, Renate Knörndel, Maria Harenbrock, Käthe Kittlaus, Ria Püschel, Jutta Große Stetzkamp, Erika Licht, Mathilde Kosmann und Marie-Luise Feldhaus stellvertretend für viele andere, die in den vergangenen Jahrzehnten in der Seniorenarbeit tätig waren. „Sie alle haben viel Zeit und Engagement investiert“, betonte Pieper.

Er erinnerte an das Jahr 1970 als auf Betreiben der Kirchengemeinden der Anstoß für die Seniorenarbeit gegeben worden sei. Bereits 1975 sei das Knickenberghaus als Begegnungsstätte für die älteren Bürger eingeweiht worden. Die Seniorenarbeit seit seit mehr als fünf Jahrzehnten ein wichtiger Baustein, und Pieper zeigte sich zuversichtlich, dass es bald weitergehen könne. Bekanntlich hatte die Pandemie die Arbeit zum Erliegen gebracht.

Einen Dank richtete er an die Volksbank, die den Empfang finanziell unterstützt hatte.

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