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Impfteam in der Aula des Schulzentrums

In der Pause war der kleine Piks begehrt

Telgte

Ein Impfteam der Kassenärztlichen Vereinigung machte am Montagmorgen am Telgter Schulzentrum Station. Viele Schüler von Gymnasium und Sekundarschule nutzten die Gelegenheit, sich gegen Corona impfen zu lassen.

-agh-

Nach dem ausführlichen Aufklärungsgespräch ging es in einen separaten Bereich, in dem die medizinischen Fachkräfte die Impfungen vornahmen. Foto: Andreas Große Hüttmann

Nach dem kleinen Piks muss sich Lara noch einige Zeit erholen. Sie sitzt auf einem Stuhl und hat vorsichtshalber die Beine ein wenig hoch gelegt. Doch ihr geht es gut, nach zehn Minuten kann sie wieder Richtung Klassenraum gehen.

„Ich finde es wichtig, mich impfen zu lassen“, sagt die 13-Jährige. Das sei auch die Meinung ihrer Eltern, die ihr eigens eine Erlaubnis mit zur Schule gegeben hatten, damit Dr. Hermann Bönisch und seine Kollegen vom Impfteam der Kassenärztlichen Vereinigung am Montag aktiv werden konnten.

Auch der 14-jährige Till ließ sich bei einem gemeinsamen Termin für Schüler des Gymnasiums und der Sekundarschule in der Aula des Schulzentrums impfen. „Wir müssen alle etwas tun, damit sich das Virus nicht weiter ausbreiten kann und dazu gehört eben auch das flächendeckende Impfen“, sagt er. Auch er erholt sich gerade von der Spritze. Und auch er hatte eine Bescheinigung seiner Eltern vorgelegt.

Dr. Hermann Bönisch von der Kassenärztlichen Vereinigung und Jens Meinighaus vom Kreis Warendorf hören solche Aussagen verständlicherweise gerne. In der ersten großen Pause hatten sie und ihre beiden Kolleginnen alle Hände voll zu tun. Einige Schüler beider weiterführender Einrichtungen ließen sich da nämlich impfen.

Das Angebot des Kreises und der Kassenärztlichen Vereinigung richtet sich in erster Linie an Oberstufenschüler. Denn Impfwillige müssen mindestens 16 Jahre alt sein, um selbst entscheiden zu können, ob sie sich piksen lassen wollen. Doch auch jüngere Schüler waren bei der Aktion keineswegs ausgeschlossen, sondern benötigten in solchen Fällen jeweils eine Erlaubnis der Eltern – wie Lara und Till

Für die Jugendlichen unter 18 Jahren gab es beim Impfstoff keine Wahlmöglichkeit, sondern sie bekamen alle BionTech gespritzt. Schüler über 18 Jahre hingegen konnten zwischen verschiedenen Impfstoffen auswählen.

Nach dem Aufklärungsgespräch, der Spritze und der Ruhepause bekamen die Jugendlichen in einer Mappe alle erforderlichen Unterlagen mit auf den Heimweg. Darin enthalten auch der nächste Impftermin. Denn am 27. September ist das mobile Impfteam wieder in der Aula des Schulzentrums zu Gast, um dann die Zweitimpfung vorzunehmen.

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