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Gegner des B51-Ausbaus konferieren mit Bistumsvertretern

Initiative schöpft Hoffnung

Telgte

Bei einer Videokonferenz hat sich die Vorsitzende der Bürgerinitiative B 51 Telgte, Dr. Maria Odenthal-Schnittler, mit Diözesan-Baudirektorin Anette Bracht­häuser und Georg Schoofs, Leiter der Gruppe Liegenschaften beim Bistum, ausgetauscht.

Die Bildstöcke auf Telgter Gebiet entlang der Bundesstraße sind noch im Besitz der Kirchengemeinde St. Marien. Foto: privat

 Bei einer Videokonferenz hat sich die Vorsitzende der Bürgerinitiative B 51 Telgte, Dr. Maria Odenthal-Schnittler, mit Diözesan-Baudirektorin Anette Bracht­häuser und Georg Schoofs, Leiter der Gruppe Liegenschaften beim Bistum, ausgetauscht. Das Gespräch fand statt, weil die Bürgerinitiative „die genaue rechtliche Situation des Prozessionsweges einschließlich der Bildstöcke“ interessierte, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Bürgerinitiative habe in dem Gespräch ihre Meinung deutlich gemacht, die lautet: „Das unter Denkmalschutz stehende Ensemble aus Prozessionsweg, Bildstöcken und Lindenallee verbindet Kultur und Natur, ist eine Brücke zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und ist ein Sinnbild der münsterländischen Kulturlandschaft schlechthin.“

Die Faktenlage, das bestätigte das Bistum Münster auf Anfrage, sei so: Von der Kirchengemeinde St. Marien sei der der Prozessionsweg – ohne die Bildstöcke – 2017 an die Bundesrepublik Deutschland verkauft worden. Die Bildstöcke sind damit weiter im Besitz der Kirchengemeinde und sollen, so die Idee, bei dem geplanten Ausbau an eine andere Stelle versetzt werden.

Und weiter heißt es in einer Mitteilung der Initiative: „Der Weg einschließlich der Bäume gehört nun dem Bund. Das Land mit seiner Landesbehörde Straßen NRW hat die Verantwortlichkeit für den vom Bund festgelegten Ausbau.“

Vom Bistum als sogenannter Träger öffentlicher Belange sei diesem Verkauf erst nach reiflicher Überlegung unter Abwägung aller pastoralen und infrastrukturellen Gesichtspunkte zugestimmt worden, hätten die Mitarbeiter der Diözese gesagt.

Falls es zu dem Ausbau der Straße und damit zur Zerstörung dieses Prozessionsweges komme, müsse zuvor die Pfarrei gefragt werden und ihre Zustimmung geben.

„Das ist ein Lichtblick. Die Vertreterin und der Vertreter des Bistums legten glaubhaft, faktenbasiert und dialogoffen den schwierigen Entscheidungsprozess dar und verdeutlichten die verantwortungsvolle Position der Pfarrei und des Bistums“, schreibt die Bürgerinitiative nach dem Gespräch.

Und Maria Odenthal-Schnittler wird abschließend so zitiert: „Die Kirche vor Ort muss erst ihr Placet abgeben, bevor am Prozessionsweg wirklich gebaut werden sollte. Das lässt hoffen.“

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