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Westbevern 2030

Ja sagen: „Dorf wird sonst abgehängt“

Westbevern

Friederike von Hagen informierte: Was ist noch alles zu tun? Das Thema Glasfaser war beim Bürgertreffen ein großer Punkt. Bis zum 12. Dezember müssen sich 40 Prozent der Haushalte für einen Anschluss entscheiden, damit das Netz gebaut wird – momentan liegt die Quote bei drei bzw. fünf Prozent.

Engelbert Hagemeyer

Friederike von Hagen-Baaken informierte: „Man hört und liest viel. Dieser Abend soll dazu dienen, alle auf den gleichen Stand zu bringen.” Foto: Hagemeyer

Zwei Jahre sind vergangen, seit sich die Westbeverner auf Krink-Initiative zusammengesetzt haben, um die Ziele für ihr Dorf in den nächsten 15 Jahren zu diskutieren. Unter dem Titel „Westbevern 2030“ wurden Ergebnisse und Wünsche gesammelt. Viele Ideen sind bereits umgesetzt worden. Friederike von Hagen-Baaken und Heiner Schapmann informierten jetzt bei einer Veranstaltung des Krink über den Stand der Dinge.

„Man hört und liest viel. Dieser Abend soll dazu dienen, alle auf den gleichen Stand zu bringen”, sagte von Hagen-Baaken. Bei der Versammlung 2014 waren sechs Arbeitsgruppen gebildet worden: Infrastruktur und Verkehr, Miteinander der Generationen, Versorgung, Tourismus und Lebensqualität, Kinder, Jugend, Bildung sowie Nachnutzung der Grundschule. Unter diesen Oberthemen kamen mehr als 70 einzelne Punkte zusammen.

Ab Januar wird der Krink drei Räume und die Aula in der ehemaligen Grundschule nutzen können. Aus der ursprünglichen Idee, dort ein Bürgerzentrum und eine Senioren-WG einzurichten, wird zwar nichts, aber es gibt schon zahlreiche andere Vorschläge. „Die Räume wurden an die Dorfgemeinschaft gegeben, und der Krink wird die Organisation übernehmen”, so von Hagen-Baaken. Die Stadt wird die Schule unterhalten und reinigen. Fest steht, dass eine Werkstatt eingerichtet wird, in der die Krinkrentner sich handwerklich betätigen können. Die anderen Räume sollen auch von anderen Vereinen flexibel genutzt werden können. Dazu wird es bald ein Treffen geben. Von Hagen-Baaken: „Wir müssen gucken, was möglich ist.‘‘

Ein weiterer großer Punkt ist der Glasfaserausbau in Vadrup und im Dorf. Bis zum 12. Dezember müssen sich 40 Prozent der Haushalte für einen Anschluss entschieden haben, damit das Netz gebaut wird – momentan liegt die Quote bei drei beziehungsweise fünf Prozent. Von Hagen appellierte eindringlich, den Glasfaservertrag zu unterschreiben. „Wir werden sonst abgehängt”, machte sie deutlich.

Um das Projekt voranzubringen, entstand die Idee, dass der Krink eine eigene Hotline für Glasfaser einrichtet, über die Fragen zum Projekt beantwortet werden. Auch Informationsveranstaltungen sollen noch vor dem 12. Dezember stattfinden, um die Westbeverner vom Glasfaserausbau zu überzeugen. Bezüglich des barrierefreien Ausbaus des Bahnhofs hatte von Hagen-Baalen gute Nachrichten: Die ursprünglich für 2018 geplanten Arbeiten könnten deutlich früher starten. „Da hat sich unsere Hartnäckigkeit ausgezahlt.”

Der Bahnhof ist aber nicht das einzige Infrastrukturprojekt, das umgesetzt wird: Der Bedarf für neue Baugebiete ist inzwischen nachgewiesen, die Bauleitplanungen werden vorbereitet. Der Fuß- und Radweg zwischen Westbevern und Vadrup ist fertiggestellt, auch dank des Einsatzes vieler Ehrenamtlicher.

Dass die Westbeverner sich engagieren, wurde darüber hinaus in vielen anderen Bereichen deutlich. Der Einsatz reicht vom Bau neuer Nistmöglichkeiten über kulturelle Angebote, die durch Ideen aus der Dorfwerkstatt entstanden sind, bis hin zum länderübergreifenden Projekt „Krake”. Es hat zum Ziel, dass deutsche und niederländische „Starke Dörfer” voneinander lernen. Einen ersten Erfolg gibt es: Die in Westbevern entwickelte „Kühlschrankliste”, auf der alle Versorger des täglichen Bedarfs aufgelistet sind, hängt inzwischen auch in den Küchen in der niederländischen Projektgemeinde Suderwick-Dinxperlo.

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