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Podiumsdiskussion von CDU und Hegering

Jagd gehört zur Waldwirtschaft

Telgte

Was hat die Jagd mit der Waldwirtschaft zu tun? Und wie ist es möglich, den schlechten Zustand des Waldes zu verbessern? Antworten auf diese Fragen sollte das „Wald-Forum“ geben, zu dem CDU und Hegering eingeladen hatten.

Zur Zukunft unserer Wälder sprachen am Mittwochabend im Bürgerhaus miteinander (v.l.): Reinhard Pröbsting (Leiter Hegering Telgte-Westbevern), Georg Schirmbeck, Anne-Katrin Schulte (Vorsitzende der CDU Telgte), Hans Jürgen Thies und Stefan Schulze Westhoff. Aufmerksamer Zuhörer und Gast war der Bundestagsabgeordnete Henning Rehbaum (r.). Aufmerksam verfolgten die Zuhörer den Ausführungen der Protagonisten auf der Bühne. Foto: Bernd Pohlkamp

Auf großes Interesse stieß am Mittwochabend im Bürgerhaus die Podiumsdiskussion zur „Zukunft unserer Wälder“. Die CDU Telgte und der Hegering Telgte-Westbevern hatten zu diesem „Wald-Forum“ eingeladen. Als Gast gehörte auch der Bundestagsabgeordnete Henning Rehbaum zu der fachkundigen Zuhörerschaft.

In ihrer Begrüßung zeigte sich die CDU-Vorsitzende Anne-Katrin Schulte besorgt über den Zustand des Waldes und rief dazu auf, schnell eine nachhaltige Strategie aufzustellen. Zur ganzheitlichen Betrachtung gehöre auch die Zusammenarbeit zwischen Waldbesitzern und Jagd.

Lösungsmöglichkeiten, wie man den hoch gefährdeten Wald retten könnte, zeigten Georg Schirmbeck (Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates und Vorstandsmitglied der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe), Hans Jürgen Thies (Bundestagsabgeordneter und Vizepräsident des Landesjagdverbandes NRW) und Stefan Schulze Westhoff (Kreistagsmitglied und Vorstandsmitglied des Waldbauernverbandes) auf.

Vor der Podiumsdiskussion, die vom Hegeringsleiter Reinhard Pröbsting moderiert wurde, berichtete Georg Schirmbeck aus seiner Tätigkeit im Deutschen Forstwirtschaftsrat. So fordere er von der Politik aktiven Klimaschutz für den Wald. „Jeder Jäger und jeder Waldbesitzer will bunte klimafeste Wälder aufbauen.“

Das könne nur Hand in Hand mit der Politik geschehen. Dazu müssten die Rahmenbedingungen von Ökologie und Ökonomie in Einklang gebracht werden. Die enge Verzahnung zwischen Jägern und Waldbesitzern zeigte auch Hans-Jürgen Thies auf: „Jäger, Landwirte und Forstwirte prägt eine natürliche Verbundenheit. Jagd hat eine dienende Funktion für die Land- und Forstwirtschaft.“ Wichtig für die erfolgreiche Wiederbewaldung geschädigter Waldflächen und den Umbau von Reinbeständen seien angepasste Wildbestände. Die Jägerschaft habe hierbei eine verantwortungsvolle Rolle. Wild gehöre zur Lebensgemeinschaft Wald und bereichere die Biodiversität. Hans Jürgen Thies zeigte sich als großer Befürworter des Wirtschaftswaldes.

Stefan Schulze Westhoff: „Privatwaldbesitzer sollen mit ihrem Wald wirtschaften.“ Deshalb auch sei der ständige Dialog zwischen Jägerschaft und Waldbesitzern so entscheidend. Auch das Thema neue Baumarten wurde besprochen. Georg Schirmbeck hofft, dass schnell Bäume gefunden werden, die dem Klimawandel standhalten und damit den Wald der Zukunft sichern. Dabei sollten sich die Verantwortlichen auf forstwissenschaftlich fundierte Aussagen stützen.

Schließlich ging Hans Jürgen Thies auch auf das Themas „Wolf“ ein. Bei 2000 Wölfen in Deutschland gehe das Land auf einen kritischen Punkt zu. Der Bundestagsabgeordnete forderte von der Bundesregierung in diesem Zusammenhang ein aktives Wolfsbestandsmanagement.

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