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Kreis reagiert auf Petition

Kein Tempo 50 auf der K 50n

Telgte

Auch der zweite Versuch der Anwohner des Baugebiets „Telgte Südost“, auf der K 50n eine Temporeduzierung zu erreichen, ist vom Kreis Warendorf abgelehnt worden.

Von Stefan Flockert

Die Bewohner des Baugebiets „Telgte Südost“ habe Angst um ihre Kinder. Ihnen wird auf der K 50n zu schnell gefahren. Eine Temporeduzierung wird vom Kreis aber abgelehnt. Foto: Stefan Flockert

Die K 50n, die Verbindung von der Warendorfer Straße zur Alverskirchener Straße, führt direkt am Baugebiet „Telgte Südost“ vorbei. Dort leben viele Familien mit Kindern. Den Anwohnern wird auf der mit der Fertigstellung des neuen Bahnübergangs am 29. Juli 2021 freigegebenen Umgehung zu schnell gefahren. Deshalb hatten sie bereits 2019 eine Reduzierung der Geschwindigkeit auf Tempo 50 gefordert, was aber vom Kreis Warendorf als zuständiger Behörde abgelehnt worden war. Nun hat der Kreis Warendorf auch die im Oktober 2021 auf den Weg gebrachte Online-Petition der Bewohner „Tempo 50 auf der K 50n“ nach einer Überprüfung der Verkehrslage abgelehnt. Die Verkehrsmessung habe ergeben, dass das Verkehrsaufkommen geringer als angenommen sei und für das sichere Überqueren der Straße genügend Querungshilfen vorhanden seien, so der Kreis.

Mit dieser Online-Petition wollten die Anwohner erreichen, dass durch eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 km/h die Sicherheit für die Kinder erhöht und die Lärmbelastung reduziert wird.

Nach den neuen Ergebnissen lägen weiterhin ein angepasstes Geschwindigkeitsniveau, eine relativ geringe Verkehrsbelastung sowie ausreichend Zeitlücken vor, um die Straße sicher queren zu können, zumal durch die Mittelinseln immer nur eine Fahrtrichtung beachtet werden müsse, heißt es in der Begründung der Ablehnung von Seiten des Kreises.

„Kinder, die sich alters- und entwicklungsbedingt noch nicht eigenverantwortlich im Straßenverkehr bewegen können, müssen dabei, wie überall üblich, begleitet werden. Die Unfalllage ist nach Mitteilung der Polizei absolut unauffällig. Bisher wurde kein Verkehrsunfall im Zuge der K 50n registriert“, so der leitende Kreisrechtsdirektor Ralf Holtstiege in seinem Brief an die Anwohner und Petitions-Unterzeichner.

Nach der aktuellen Überprüfung könne die Sachlage aus verkehrsrechtlichen Gründen nicht anders bewertet werden, so Holtstiege weiter. Die rechtlichen Vorgaben würden daher nach wie vor eine weitere Absenkung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit nicht zulassen.

„Von meiner Seite gibt es keine weiteren Initiativen“, sagt Initiatorin Melanie Kottenhahn. „Ich habe zwei Versuche unternommen. Leider ohne Erfolg.“

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