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CDU zieht Antrag zurück

Keine dauerhafte Vierzügigkeit

Telgte

Der Vorstoß der CDU, eine dauerhafte Vierzügigkeit des Maria-Sibylla-Merian-Gymnasiums anzustreben, wurde von den anderen Fraktionen nicht unterstützt.

Von Stefan Flockert

Eine dauerhafte Vierzügigkeit des Maria-Sibylla-Merian-Gymnasiums soll nicht angestrebt werden. Foto: Stefan Flockert

Die CDU wollte in der jüngsten Ratssitzung mit einem Antrag erreichen, dass die Verwaltung bis zur Sitzung des Schul- und Kulturausschusses am 17. März einen verbindlichen Fahrplan vorlegt, wie die Genehmigung einer dauerhaften Vierzügigkeit des Maria-Sibylla-Merian-Gymnasiums erreicht werden kann. Als aber klar wurde, welch weitreichende Folgen ein solcher Beschluss haben und dass sich dafür am Sitzungsabend auch keine Mehrheit finden würde, zog der Fraktionsvorsitzende Christoph Boge den Antrag zurück.

„Es ist dringend notwendig, diese Genehmigung einzuholen, denn nur so kann die optimale personelle Ausstattung des Gymnasiums dauerhaft und planbar erreicht werde“, hieß es in dem Antrag. Ebenso werde dadurch die Gewähr geboten, das neu zu errichtende Gebäude auch langfristig seinem Zweck entsprechend zu nutzen. Die Stadt als Schulträger, das Gymnasium selbst und auch Schüler und Eltern gewännen an Planungssicherheit. Boge wusste auch, dass die Schülerzahlen in Telgte allein für eine dauerhafte Vierzügigkeit nicht ausreichten. „Wir sind auf die Ostbeverner angewiesen“, sagte er. Mit der Nachbargemeinde solle eine Beschulungsvereinbarung — ähnlich der mit Handorf — angestrebt werden.

Zur Erläuterung: Bereits jetzt hat das Gymnasium in der Regel vier Eingangsklassen. Wobei eine Überhangklasse von Jahr zu Jahr von der Bezirksregierung genehmigt wird.

Schulamtsleiterin Tanja Schnur und Bürgermeister Wolfgang Pieper warnten vor einer solchen Vereinbarung. „Wir scheuen den Weg mit einer Vereinbarung mit Ostbevern. Dann würden die se Kinder in unsere Schulentwicklungszahlen mit einbezogen. Dann wären wir verpflichtet, diese Kinder aufzunehmen“, warnte Tanja Schnur. „Dann könnten wir eine fünfte Klasse bekommen. Das Risiko ginge zu unseren Lasten.“

Am Telgter Gymnasium gebe es jetzt schon eine Klasse, mit Ostbeverner Schülern, erklärte Wolfgang Pieper. „Mit einer solchen Vereinbarung würden wir ein Fass öffnen. Dann können wir nicht mehr steuern. Dann müssen wir allen einen Platz bieten. So bleiben die räumlichen Möglichkeiten der limitierende Faktor.“ Sollte die Stadt durch einen derartigen Vertrag verpflichtet sein, alle Ostbeverner Schüler, die dies wünschten, aufzunehmen, dann könnte es dazu kommen, dass wegen fehlender Räume Container aufgestellt werden müssten, hatte Schnur ausgeführt.

Der Bürgermeister wies darauf hin, dass man gerade dabei sei, das Baugebiet Telgte-Süd zu entwickeln. Dafür sollten Kapazitäten am Gymnasium bereitgestellt werden. Da sei man mit dem Erweiterungsbau auf dem richtigen Weg.

Nachdem Dr. Oliver Niedostadek (FDP) in seiner Funktion als Internatsleiter an der Loburg berichtet hatte, dass die Schule künftig nur noch dreizügig und nicht wie zuletzt oft vierzügig fahren werde, war für die FDP-Fraktionsvorsitzende Karin Horstmann klar, dass „der Druck aus Ostbevern“ steigen werde. Deshalb warnte sie wie Grünen-Fraktionsvorsitzende Sabine Grohnert davor, eine derartige Vereinbarung mit Ostbevern zu unterzeichnen.

Zunächst einmal sollen nun die Schulentwicklungszahlen fortgeschrieben werden, um eine belastbare Grundlage für weitere Entscheidungen zu haben. Die Schulamtsleiterin will versuchen, diesem zum 17. März zusammenzustellen.

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