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Umgang des Vatikans mit homosexuellen Paaren

KjG widerspricht Segnungsverbot

Telgte

„Ich habe in meinem engsten Freundeskreis ein gleichgeschlechtliches Paar und möchte nicht mit der Aussage des Vatikans in Verbindung gebracht werden. Solch eine Ansicht ist in meinen Augen altmodisch, intolerant und falsch”, sagt das KjG-Mitglied Luisa Schulze Zumkley.

wn

Die KjG Telgte positioniert sich gegen die Aussagen des Vatikans in Bezug auf das Segnungsverbot homosexueller Paare und führt dazu einige öffentliche Aktionen durch. Foto: Privat

„Die vatikanische Glaubenskongregation hat klargestellt, dass die Segnung gleichgeschlechtlicher Beziehungen und Partnerschaften verboten sei. Die KjG Telgte grenzt sich mit weiteren Jugendverbänden deutlich von den Aussagen des Vatikans ab“, heißt es in einer Pressemitteilung, die die Katholische junge Gemeinde am Wochenende veröffentlich hat.

Auch in Telgte seien die Aussagen der Glaubenskongregation bei vielen Jugendlichen aufgestoßen, so auch bei Luisa Schulze Zumkley von der hiesigen KjG: „Aus meiner Sicht sollte Homosexualität heute das Normalste auf der Welt sein. Dennoch kostet es den Menschen immer noch viel Überwindung, sich zu outen und das aufgrund solcher Aussagen wie die des Vatikans. Ich habe in meinem engsten Freundeskreis ein gleichgeschlechtliches Paar und möchte nicht mit der Aussage des Vatikans in Verbindung gebracht werden. Solch eine Ansicht ist in meinen Augen altmodisch, intolerant und falsch.”

Für queere Christen einsetzen

Aus Protest gegenüber den vatikanischen Äußerungen wehen aktuell in ganz Deutschland Regenbogenfahnen an Kirchen. Auf Initiative der KjG Telgte wurden auch an den Pfarrheimen St. Clemens und St. Johannes Regenbogenflaggen angebracht. Auch wenn die Regenbogenfahne am Pfarrzentrum St. Clemens bereits abgenommen worden sei, werde sich die KjG Telgte weiterhin „für queere Christinnen und Christen einsetzen“. So werde die KjG Telgte in diesem Jahr auch ihre Osterkerzen mit Regenbogenflaggen verkaufen.

St. Marien soll Stellung beziehen

Über 1000 Seelsorgerinnen und Seelsorger aus ganz Deutschland hätten sich bereits bekannt, auch weiterhin queere Paare zu segnen, heißt es im Pressebericht weiter. Auch Clara Kittlas äußert sich im Namen der KjG Telgte deutlich: „Wir fordern die Gemeinde St. Marien Telgte auf, klar Stellung zu beziehen und sich gegen das Segnungsverbot zu stellen.”

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