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Dümmertpark und Emsauen werden umgestaltet

„Kleinod in der Innenstadt“

Telgte

Knapp über vier Millionen Euro sollen in die Hand genommen werden, um den Dümmertpark und die Emsauen im Telgter Stadtgebiet aufzuwerten. Für die Gesamtkosten steht ein Zuschuss von 80 Prozent in Aussicht.

A. Große Hüttmann

Der Spielplatz wird verlegt. Die alten Spielgeräte sollen durch neue ersetzt werden. Auch Wasser- und Stranderlebnisse sollen im Bereich von „Klein Borkum“ ermöglicht werden. Foto: Andreas Große Hüttmann

Der Dümmertpark und die Emsauen sollen durch verschiedene Maßnahmen aufgewertet werden, um ihrer Bedeutung etwa für die Bereiche Naherholung, Ökologie oder für den Tourismus besser als bisher dienen zu können. Das ist das Ziel eines Entwicklungs- und Gestaltungskonzeptes, das bei der jüngsten Sitzung des Planungsausschusses überwiegend großen Anklang fand und dessen erste Bausteine von der Politik – die FDP stimmte dagegen – verabschiedet wurden.

Als „Kleinod in der Innenstadt“ bezeichnete Hiltrud Lintel vom Büro Scape den Bereich links und rechts des Flusses. Zusammen mit ihrem Team hat sie ein Gesamtkonzept ausgearbeitet, das über mehrere Jahre angelegt ist und aus drei Großprojektbereichen besteht. Die Gesamtkosten von etwas über vier Millionen Euro werden, so sich die Politik auch für die weiteren Bausteine entscheidet, zu 80 Prozent bezuschusst.

Einen wichtigen „Zusatz“ hat die Entscheidung des Ausschusses auf Betreiben von Volker Hövelmann (CDU) bekommen. Demnach ist die Verwaltung nun angehalten, einen Pflegeplan und eine Abschätzung der zusätzlichen Kosten durch die nach Meinung des CDU-Politikers deutlich pflegeintensiveren Flächen vorzulegen.

Von einer „tollen Idee“ sprach Detlev Dierkes (FDP), versagte aber bis auf die Verlegung des Dümmert-Spielplatzes auf das nebengelegene höhere Areal dem Gesamtprojekt angesichts der immensen Kosten die Zustimmung. Klaus-Werner Heger (SPD) wiederum lobte die breit angelegte Beteiligung von unterschiedlichen Personenkreisen, unter anderem von Kindern und Jugendlichen, als beispielhaft. Und Katja Müller (Grüne) betonte, dass eine aktuelle Spielplatz-Umfrage ihrer Partei bereits mehrfach gezeigt habe, dass ein Abenteuer- oder Wasserspielplatz in der Nähe der Altstadt ein großer Wunsch vieler Eltern und Kinder sei.

Knapp 600 000 Euro kostet das erste Maßnahmenpaket, das die Ausschussmitglieder am Ende der Beratungen mehrheitlich auf den Weg gebracht haben. Konkret geht es dabei um den Bereich rund um den Spielplatz im Dümmert.

Wasser- und Stranderlebnisse sollen dabei durch verschiedene Maßnahmen im Bereich von „Klein Borkum“ ermöglicht werden. Um den Dümmert auch für Kinder attraktiver zu machen, sollen unter anderem Spielangebote in den flachen Uferbereichen angeboten werden.

Der zweite Teil des ersten Bauabschnitts betrifft die Schaffung einer barrierefreien Radverbindung in Richtung Christoph-Bernsmeyer-Haus. Die Zuwegung zur Brücke soll barrierefrei ausgebaut und der Höhenversatz reduziert werden. Zur barrierefreien Gestaltung der Zufahrt ist eine neue Wegeführung geplant.

Mit einem Kostenanteil von fast 250 000 Euro betrifft die größte Teilmaßnahme den Spielplatz. Die bestehende Fläche soll – planerisch – in Richtung Süden auf einen höheren Standort verlegt werden, um Überschwemmungen zu vermeiden. Aufgrund des von den Kindern in der Kinder- und Jugendwerkstatt schlecht bewerteten Spielangebotes, sind die bestehenden Spielgeräte nach Angaben der Planerin nicht erhaltenswert und durch neue zu ersetzen. Diese sollen am Ende mit dem Thema Wasser in Verbindung stehen und aus naturnahen, teilweise bunten Materialien mit Abenteuerelementen gestaltet sein, sodass sich die neue Spielfläche in die naturnahe Umgebung einfügt und einen Bezug zur Ems herstellt. Des Weiteren sei ein Spielangebot geplant, das von unterschiedlichen Altersgruppen genutzt werden könne.

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