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Life-Musik mit Akkordeonklängen

Konzert-Premiere unter der Brücke

Telgte

Diese Spontanität haben viele genossen – Musiker und auch Zuhörer: Die Premiere eines ersten freien Konzerts unter der Günter-Grass-Brücke als Bühne kam bei allen Beteiligten gut an. Initiatorin Anne-Marie Grage durfte sich über eine aktive Beteiligung freuen und hat auch schon den nächsten Termin im Blick.

Von Bernd Pohlkampund

Foto: Bernd Pohlkamp

Die Bühne hätte schöner nicht sein können: Nach vielen Monaten des Corona-Lock-Downs hatte Akkordeonspielerin Anne-Marie Grage zu einem freien Konzert unter der Günter-Grass-Brücke eingeladen – eine ideale Bühne und viel frische Luft vor dem großen „Gemälde“ „Treffen in Telgte“. Wie sich Grages Ensemble zusammensetzte, hing davon ab, wer zu dieser Premiere kommen würde.

Schließlich begrüßte Grage neun Akkordeonspielerinnen und -spieler und mit Ursula Mindermann, Brigitte Tetzlaff und Catherine Dreher auch drei Flötistinnen. Mit Leichtigkeit und Freude führte Anne-Marie Grage durchs Programm. Sie verteilte die Noten und ihr Ensemble spielte danach, etwa das Volkslied aus der Bretagne „Was wollen wir trinken. 7 Tage lang….“. Humorvoll, lebendig und witzig schaffte sie es auch, Zaungäste in ihr Ensemble einzubeziehen. Ihr Ziel, Musikinteressierte zusammenzuführen, war ihr an diesem schönen Sommerabend gelungen. Die Spielfreude war allen Aktiven deutlich ins Gesicht geschrieben. Jedes Aufblitzen in den Augen, jedes Lachen, und das schöne Spiel steckte alle Mitmachenden und Zuhörenden an. Etwa Brigitte Pohl aus Münster, die es als belebend und erfrischend bezeichnete in so einer Gemeinschaft zu spielen. Oder Klarissa Peters aus Ibbenbüren, der es einfach Spaß machte in der Gemeinschaft zu spielen. Astrid Hochbahn aus Münster lebte richtig auf: „Nach diesem Coronajahr ist es total schön mit Gleichgesinnten zu musizieren“. Ursula Mindermann war mit ihrer Tenorflöte erstmals dabei. Sie fand das Projekt toll: „Gemeinsames Musizieren verbindet.“

Mit 93 Jahren beim Konzert unter der Brücke

Erstmals dabei war der 93-jährige Lothar Tille. Seit zwölf Jahren lebt er in Telgte. Er spielt gerne und leidenschaftlich Akkordeon. In seinem Berufsleben hatte er das Akkordeonorchester der Musikschule Greven gegründet und hatte es viele Jahre lang geleitet. In Bad Hindelang im Oberallgäu hatte er von 1989 bis 1999 die Musikschule übernommen.

Werner Schange und Irmgard Stuke aus Warendorf spielen seit zwei Jahren Akkordeon und waren ebenfalls mit Leidenschaft und Leichtigkeit dabei.

Susanne Hanowell wollte ursprünglich Lieder lernen, um ihre Gäste auf Reisen beim Singen zu begleiten. Seit acht Jahren spielt sie Akkordeon: „Es macht mir sehr viel Freude, für mich selber und mit anderen zu spielen.“ Immer wieder blieben Passanten stehen, hörten zu und erfreuten sich so an den Akkordeon-Klängen. Das nächste offene Freiluft-Musikerkonzert unter der Günter-Grass-Brücke gibt es am Montag (19. Juli) von 18.30 bis 20 Uhr. Zuhören und Mitspielen sind frei.

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