1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Telgte
  6. >
  7. Kreativ, hintersinnig und überraschend

  8. >

Ausstellung der „Weibsbilder“

Kreativ, hintersinnig und überraschend

Telgte

33 Installationen hatten die „Weibsbilder“ bei ihrer Ausstellung „In der Ruhe liegt die Kunst“ in den Emsauen aufgebaut.

Von Oliver Baumjohann

Die Teilnehmer der Ausstellung „In der Ruhe liegt die Kunst“: (v.l.) Doris Lambusch, Bente Petersen, Die Interessierten machten sich Insgesamt 33 Installationen hatten die „Weibsbilder & friends“ auf dem weitläufigen Areal der Emsauen verteilt. Teils außergewöhnliche Kunst wurde den Betrachtern am Sonntag geboten. Foto: Oliver Baumjohann

Die Ruhe in den Emsauen ist am Sonntagnachmittag verführerisch. Gerade einmal etwas Vogelgezwitscher dringt ans Ohr – oder die Freude der spielenden Kinder auf dem Spielplatz hinter den Parkdecks am Rathaus. Geht man aber ein paar Schritte weiter, ist die Kinderfreude schon wieder (nahezu) unhörbar. Das dürfte auch den „Weibsbildern“ aufgefallen sein. Die Künstlergruppe um Doris Lambusch, Bente Petersen, Maria Bruns, Margret Unnewehr, Miranda Niermann, Renate Becks, Simone Thieringer, Karin Brand und Beate Willemsen und Gast Jens Henning nutzte am Sonntag die Emsauen für ihre Ausstellung „In der Ruhe liegt die Kunst“.

Ein Titel, der ob der schon angesprochenen Ruhe in den Emsauen durchaus zutreffend war. Insgesamt 33 Installationen hatten die „Weibsbilder & friends“ in den Emsauen aufgebaut. „Wir sind heute morgen um 8 Uhr gestartet“, erzählt Beate Willemsen und ist froh darüber, dass man sich zu dem frühen Beginn der Aufbauarbeiten entschlossen hatte. „Es dauert doch länger, als man denkt.“ Pünktlich zum Ausstellungsbeginn um 11 Uhr waren allerdings sämtliche Aufbauarbeiten abgeschlossen.

Zu normalen Zeiten und bei gewöhnlichen Ausstellungen hätte es dann wohl eine kleine Vernissage gegeben – mit Ansprachen, Musik und vielleicht einem Gläschen Sekt. Auf all das hatten „Weibsbilder & friends“ am Sonntag in den Emsauen verzichtet. „Wir haben lange gezittert, ob wir die Ausstellung überhaupt würden durchführen können“, blickt Beate Willemsen zurück. Statt der Vernissage hatten die „Weibsbilder“ eine Bierzeltgarnitur auf dem Bolzplatz in den Emsauen aufgebaut, genossen dort den Sonnenschein und beobachteten, wie sich die Passanten den Kunstwerken am Wegesrand näherten.

Vorgegebene Themen gab es für die Ausstellung „In der Ruhe liegt die Kunst“ nicht, im Vorfeld war innerhalb der Gruppe nur festgelegt worden, wer welche Fläche für seine Installation in der Natur würde nutzen dürfen. Ohnehin hatten sich die „Weibsbilder“ für die Ausstellung in den Emsauen vor besondere Herausforderungen gestellt: „Wir arbeiten normalerweise auf Papier und Leinwand“, sagt Willemsen. Das allerdings merkte man den ausgestellten Objekten nicht an. Kreativ und manchmal hintersinnig, wortwitzig und überraschend oder zum Nachdenken anregend präsentierten sich die Installationen der „Weibsbilder & friends“ in den Emsauen.

Schade, dass die Kunstwerke am Sonntagabend schon wieder abgebaut werden mussten.

Startseite