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Rita Budde stiftet Kunstwerk für Märtyrer-Gedenkstätte

Kreuz schlägt Brücke zwischen Telgte und Uganda

Telgte

Über einen Kreuz-Korpus, den sie gestiftet hat, hat Rita Budde aus Telgte gleichsam eine Brücke zwischen der Emsstadt und einer Wallfahrtsstätte in Uganda geschlagen.

-agh-

Bischof Vincent Kirabo (r.) bedankte sich bei Rita Budde für ihr großzügiges Geschenk, das eine Brücke zwischen Telgte und Uganda geschlagen hat. Foto: privat

Als Rita Budde vor mittlerweile rund sechs Jahren ein Grundstück in der Nähe von Telgte verkaufte, auf dessen Gelände unter anderem ein riesiges Kruzifix stand, da hätte sie nie damit gerechnet, dass genau der Korpus dieses Kreuzes gleichsam eine Brücke zwischen dem Wallfahrtsort Telgte und einer neuen Wallfahrtsstätte in Uganda schlagen würde. Doch bevor das geschah, passierte einige Zeit nichts. Rita Budde ließ das große Natursteinkreuz aus Anröchter Dolomit samt seines fast lebensgroßen Bronze-Korpus abmontieren und lagerte es ein.

Erst 2019, als sie Pfarrer Dr. Roger Biriija aus Uganda kennenlernte und ihm von dem Kreuz erzählte, entstand die Idee, dieses außergewöhnliche Werk nach Afrika zu geben.

Denn Pfarrer Biriija erzählte der Telgterin vom Ort und gleichnamigen Berg Kooki in Uganda, an dem jährlich zahllose Gläubige der 24 Märtyrer des Landes gedenken. Im Mittelpunkt steht dabei für viele Andreas Kaahwa (in Übersetzungen wird teilweise auch von Andreas Kaggwa bezeichnet), der 1886 aufgrund seines Glaubens in Kooki bei lebendigem Leibe verbrannt und 1964 heiliggesprochen wurde.

„Es begann eine abenteuerliche Reise des Kruzifixes, an der zahlreiche Menschen beteiligt waren und bei der viele Probleme zu bewältigen waren“, erinnert sich Rita Budde. Denn nicht nur die Verladung und der Transport waren eine Herausforderung, sondern durch die Corona-Restriktionen konnte das Kreuz lange Zeit nicht verschifft werden. Doch seit dem Frühjahr dieses Jahres ist das Kunstwerk vor Ort, wurde bereits kurze Zeit später zum Berg Kooki getragen, wo die nächste Herausforderung wartete.

Denn erst einmal musste auf der Spitze des rund 600 Meter hohen Berges ein Betonkreuz errichtet werden, an dem der Korpus anschließend befestigt werden sollte. „Viele gläubige Helfer packten mit an, um alles heraufzutragen. Selbst das Wasser musste heraufgeschleppt werden“, weiß Rita Budde aus den Erzählungen von Bischof Vincent Kirabo, der sie jetzt in Telgte besuchte und sich bei ihr persönlich bedankte.

Am 3. Juni wurde die Wallfahrtsstätte auf dem Gipfel eingeweiht. Nach ugandischen Angaben kamen zu diesem Festakt rund 500 000 Gläubige.

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