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„Zur Fledermaus“ erfreut sich bei Wanderern und Radfahrern großer Beliebtheit

Krinkhütte vor 25 Jahren gebaut

Westbevern

970 Stunden ehrenamtlicher Arbeit waren vonnöten, um die Krinkhütte „Zur Fledermaus“ zu bauen.

wn

Die Krinkhütte erfreut sich bei Radfahrern und Wanderern großer Beliebtheit. Foto: Niemann

970 Stunden ehrenamtlicher Arbeit von Rentnern führten im vierten Quartal 1995 zum Bau der Krinkhütte „Zur Fledermaus“, die sich am Eingang zu Haus Langen befindet. Sie ist bei Wanderer und Radfahrer beliebt, weil sie dort ein wenig ausruhen können. Zu erreichen ist die Hütte von der Landesstraße von Westbevern-Dorf und Vadrup aus.

Eingeweiht im Januar 1996 machen an der idyllisch gelegenen Schutzhütte jährlich zwischen 1600 und 2000 Besucher halt. Dem Name der Hütte „Zur Fledermaus“ liegt eine besondere Begebenheit zugrunde: Eine 200 Jahre alte Buche, von Spechten ausgehöhlt, entpuppte sich beim Fällen als Winterquartier von rund 400 Fledermäusen. Das war der größte Fund dieser Art in Westfalen.

Rund 20 Gruppen besuchen die Krinkhütte über eine Buchung bei „Tourismus + und Kultur“ Telgte Jahr für Jahr. In der Hütte, die von Hüttenwart Günter Sundermann beziehungsweise seinem Vertreter Hubert Burlage betreut wird, zeigt eine Infotafel, wann welche Gruppe kommt. Eine kleine von Franz-Josef Schründer erstellte Chronik erzählt deren Geschichte. Nicht nur Details über den Bau der Hütte sind zu finden. Auch die Ursprünge finden Erwähnung. Initiator war Franz-Josef Schründer, Bauleiter Olaf Pohlmann. Ehrenamtliche Helfer im Jahr 1995 waren Bernhard Baumkötter, Dr. Alfred Denis, Franz Drücker, Karl-Hermann Erfmann, Hans Holtgreve, Rudi Lau, Hermann Merschkötter, Anton Sielenkemper, Alfred Sommer und Franz-Josef Schründer. Diese zehn „Baumeister“ gründeten im Mai 1996 die Gruppe der Krinkrentner, die inzwischen mehr als 120 Mitglieder zählt.

Durch Geld- und Baumaterialspenden wurde die Krinkhütte finanziert, so dass die Stadt damals mit keiner Mark belastet wurde. Das Grundstück stellte Albert Schulze Topphoff kostenlos zur Verfügung.

Diese kleine Chronik vermittelt nicht nur interessante Zahlen und Fakten, sie dokumentiert auch das ehrenamtliche Engagement, das beim Bau, bei der Instandhaltung und bei der Pflege bis heute vonnöten war und ist.

Mitglieder des Westbeverner Krink, vornehmlich die Krinkrentner, kümmern sich stets im Vorfeld der Wander- und Radfahrsaison um eine Frühjahrsrenovierung, bei der Bänke, Tische sowie der Innenbereich der achteckigen Schutzhütte mit einem Durchmesser von 4,85 Metern und das Außengelände auf Vordermann gebracht werden. Als Bereicherung der Schutzhütte wurden ein geräumiger Fahrradplatz und ein Stellplatz für zwei Autos neben der Straße vor der Krinkhütte angelegt.

„Alles in und rund um die Krinkhütte muss einladend auf die Besucher wirken, die hier eine Verschnaufpause einlegen“, lautet der Grundsatz der Krinkrentner. Sie wünschen sich von allen Gästen, dass diese bei ihren Stopps das Umfeld sauber halten.

Die Krinkhütte wird von Wanderern, die selbst aus den Niederlanden kommen, natürlich aber auch von den Krink­rentnern, die sie erbaut haben, an ihren monatlichen Treffen und bei anderen diversen Veranstaltungen genutzt.

Ob Krinkrentner, Gäste oder auch die vielen Kinder, der Blick der meisten fällt bei einem Halt an der Krinkhütte sofort auf die Fledermäuse, die die Künstler Gaby und Edgar Pehle aus Mettingen vor vier Jahren aus einem Holzstamm geschaffen und dort aufgestellt haben.

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