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Projekt der Dorfwerkstatt

Kühlschrankliste ist fertig

Westbevern

Erst war es nur eine Idee, jetzt ist sie zu Papier gebracht: Die so genannte Kühlschrankliste, auf der Westbeverns Nahversorger aufgeführt werden. Am Mittwochabend stießen die „Listenmacher“ mit einem Glas Sekt auf ihre Gemeinschaftsarbeit an.

Katrin Jäger

Wo bekomme ich was? Sandra und Henner Riesenbeck, Paul Pellmann, Silke Knop-Beyer, Nicole Lau, Manfred John und die Krink-Vorsitzende Friederike von Hagen-Baaken (v.l.) freuen sich, dass die „Kühlschrankliste“ fertig ist. Foto: Jäger

Die meisten von ihnen hatten sich zuvor schon in der Arbeitsgemeinschaft Versorgung im Rahmen der vom Krink organisierten Dorfwerkstatt engagiert. Alle Werkstattteilnehmer waren sich einig, dass eine Nahversorgung immens wichtig für Westbevern ist und bleibt. Deshalb entstand unter anderem das Konzept, die örtlichen Anbieter in den Fokus zu rücken, zu stärken und bekannt zu machen. AG-Leiterin Nicole Lau: „Wir wollen die Leute animieren, in Westbevern einzukaufen und so die Geschäfte zu erhalten, zu stärken und vielleicht sogar das Angebot zu erweitern.“ Es gäbe zwar jetzt schon in Westbevern „total viel, aber nicht jeder weiß das.“

Dieses zu ändern, war das erklärte Ziel der Arbeitsgemeinschaft „Versorgerliste“, die dieses nun mit der Erstellung einer Übersicht der örtlichen Händler, die sich problemlos an jeden Kühlschrank pinnen lässt, als erreicht wähnt.

Ein Dreivierteljahr trafen sich Sandra und Henner Riesenbeck, Silke Knop-Beyer, Gudrun Nosthoff, Manfred John und Nicole Lau immer wieder in der Riesenbeckschen Küche. Sie berieten sich, diskutierten, sammelten und recherchierten.

Manfred John sagt: „Wir sind die Gewerbetreibenden mit dem Fahrrad abgeradelt und waren erstaunt, was es alles so gibt.“ Erstaunlich auch wie viel es so gibt. Rund 100 Gewerbetreibende zählte die Arbeitsgruppe insgesamt - und hatte ein Problem.

Nicole Lau: „Sie alle in die Liste aufzunehmen, hätte den Rahmen gesprengt.“ Also einigte man sich, nur die Versorger aufzuzählen, von denen man etwa drei Mal im Jahr etwas braucht – und kam immer noch auf 36 Namen.

Der Westbeverner Paul Pellmann wurde als ortsansässiger Grafiker mit ins Boot geholt, um der Liste „sichtbare Ordnung zu geben“, sagt er lächelnd. Der Krink übernahm die Druckkosten. Ab nächster Woche werden die Infoblätter von den Krinkrentnern verteilt, ab sofort ist die Liste auf der neuen Homepage des Krink verlinkt (www.westbeverner-krink.de).

Arbeitsgruppen-Leiterin Nicole Lau hofft, dass die Liste eine Art Initialzündung ist. „Wir hoffen, dass die Bürgerschaft ein Bewusstsein entwickelt, vor Ort einzukaufen.“ Doch auch die Gewerbetreibenden sind gefordert. Henner Riesenbeck fügt kritisch hinzu: „Manchmal könnte die Eigeninitiative seitens der Betriebe etwas besser sein.“

Friederike von Hagen, die am Mittwochabend die frisch gedruckten Kühlschranklisten im Gepäck hatte, freute sich über das freiwillige Engagement der Listenmacher. Es habe sich schon in der Dorfwerkstatt gezeigt: „Als Einzelkämpfer können wir nichts, gemeinsam aber viel bewegen.“

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