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Großfeuer im Gewerbegebiet Kiebitzpohl

Lagerhalle niedergebrannt

Telgte

Eine Lagerhalle der Firma Kurz Ebert im Gewerbegebiet Kiebitzpohl ist am frühen Freitagmorgen komplett niedergebrannt. 130 Einsatzkräfte waren vor Ort. Nach zweieinhalb Stunden hatte die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle. Zur Ursache gibt es noch keine Informationen.

Von Stefan Flockert und Daniela Allendorf

Von der Lagerhalle, in der sich Restmüll Foto: Feuerwehr Telgte/Stefan FlockertStefan Flockert

Eine Lagerhalle der Firma Kurz Ebert an der Hans-Geiger-Straße ist am frühen Freitagmorgen komplett niedergebrannt. Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf eine benachbarte Tischlerei verhindern. Verletzt wurde niemand. Die Einsatzleitung schätzte die Schadenshöhe auf mehr als 800.000 Euro. Zur Brandursache konnten noch keine Angaben gemacht werden.

Gegen 0.40 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert. Als die Kräfte am Einsatzort eintrafen, stand die 20 mal 30 Meter große Halle, in der sich Restmüll, zwei Bagger, Papier und ein 500-Liter-Dieseltank befanden, in voller Ausdehnung in Flammen. Stundenlang waren die Wehrleute damit beschäftigt, den Brand einzudämmen. Verhindert werden konnte, dass das Feuer auf ein benachbartes Gebäude übergriff.

Unterstützt wurde die Telgter Feuerwehr von den Wehren aus Ostbevern, Everswinkel, Einen und Warendorf. Aus Oelde und Ahlen rückten Einheiten mit Spezialgeräten an. Hinzu kam die Sondereinheit Drohne des Kreises Warendorf. Auch Kräfte von THW und DRK waren vor Ort, so dass insgesamt 130 Personen im Einsatz waren, gut 100 davon waren von der Feuerwehr.

Insgesamt 20 Kräfte des Technischen Hilfswerkes sorgten unter anderem für die Ausleuchtung während der Löscharbeiten. „Wir wurden um 1.32 Uhr alarmiert“, sagt der Ortsbeauftragte Mario Raab, dessen Kollege Guido Gawellek für das THW die Einsatzleitung hatte. Neben den 16 Einsatzkräften aus dem Kreis Warendorf seien auch vier THW-Mitglieder der Fachgruppe „Räumen“ aus Münster mit einem Bagger vor Ort gewesen, so Raab weiter.

Nach etwa zweieinhalb Stunden – gegen 3 Uhr – sei der Brand unter Kontrolle gewesen, berichtete Einsatzleiter Carsten Einhoff. Zunächst hatte auch das Unternehmen Reinhard Wendker mit einem Bagger geholfen, die Halle einzureißen. Dann war die Wehr dem Feuer mit jeder Menge Schaum zu Leibe gerückt. Auch am Morgen waren nicht alle Flammen gelöscht, so dass eine Brandwache gestellt wurde.

Wegen der Rauchentwicklung und der Geruchsbelästigung hatte die Feuerwehr die Bevölkerung gebeten, vorsorglich Fenster und Türen geschlossen zu halten. Außerdem sollten Klima- und Lüftungsanlagen abgeschaltet werden. „Der Kreis hat Messungen gemacht“, berichtet Nicolas Kreienbäumer, der die Einsatzleitung am Morgen von Carsten Einhoff übernommen hatte. „Es hat keine Gefahr für Personen bestanden.“

Am Morgen verschaffte sich auch Bürgermeister Wolfgang Pieper vor Ort einen Überblick. „Das war ein außerordentlicher Einsatz in einer gefährlichen Situation. Haarscharf konnte das Übergreifen auf die Tischlerei verhindert werden. Ich bin froh und stolz, dass wir eine solche Feuerwehr haben“, so Pieper, der auch den Hilfskräften aus den umliegenden Orten ausdrücklich dankte.

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