1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Telgte
  6. >
  7. Lamentieren hilft nicht

  8. >

Hanse bündelt Abhol- und Lieferangebote der Geschäftsleute

Lamentieren hilft nicht

Telgte

Der neuerliche harte Lockdown trifft die Telgter Geschäftsleute gerade in der umsatzstarken Weihnachtszeit hart. Doch viele lamentieren nicht, sie wollen das Beste aus der Situation machen. Wie schon im Frühjahr wird es Abhol- und Lieferangebote geben. Diese sind auf der Homepage der Hanse zu finden.

Stefan Flockert

Wer gedacht hatte, dass nach der Lockdown-Ankündigung am Montagmorgen der Run auf die Geschäfte einsetzen würde, der wurde zumindest am Montagmorgen eines Besseren belehrt. Foto: Stefan Flockert

„Sicherlich sind die beschlossenen Maßnahmen gerechtfertigt. Aber für die Händler ist das ein harter Einschnitt“, sagt Norbert Woestmeyer, Geschäftsführer der Telgter Hanse, mit Blick auf den ab Mittwoch bevorstehenden harten Lockdown. „Das ist ein großer Hammer, der da auf die Geschäfte runterfällt. Schließlich ist jetzt eine der umsatzstärksten Zeiten im Jahr.“

Doch Norbert Woestmeyer und die Hanse wissen, dass Lamentieren in dieser Situation nicht weiterhilft. Um vielleicht einen Teil der Umsatzeinbußen zu kompensieren, soll wieder so verfahren werden wie beim ersten Lockdown in Frühjahr, als die Geschäfte in der Innenstadt ebenfalls hatten schließen müssen. Die Hanse wird ab dem heutigen Dienstag auf ihrer Homepage www.telgter-hanse.de eine Liste veröffentlichen, auf der Einzelhändler, Gastronomen und Dienstleister verzeichnet sind, die einen Abhol- und/oder Lieferservice anbieten. Darin zu finden sein werden auch die Kontaktmöglichkeiten wie E-Mail-Adresse und Telefonnummer, über welche die Geschäfte erreichbar sind. Alle zwei Tage ist eine Aktualisierung geplant.

„Jedes Geschäft darf einen Liefer- und Abholservice einrichten. Die Kunden dürfen nur nicht in das Ladenlokal“, erläutert Woestmeyer. Das Ganze müsse kontaktlos geschehen.

„Im Frühjahr haben viele Kunden das genutzt. Vielleicht können die Telgter darüber auch noch ihre Weihnachtsgeschenke bestellen und das nicht über die großen Online-Händler machen“, so Woestmeyer weiter. „Das wäre der Idealfall.“

Ob es am Dienstag, am letzten Tag vor dem Lockdown, noch einen Run auf die Geschäfte geben wird, vermag Norbert Woestmeyer nicht einzuschätzen. „Aber es kann schon sein, dass viele noch schnell einmal losrennen. Aber man hat zuletzt schon gesehen, dass es ein höheres Maß an Vorsicht und Ängstlichkeit gibt.“ Einige Geschäftsleute haben sich entschieden, ihre Läden länger als normal zu öffnen. Das gilt aber nicht für alle.

Was dieses neuerliche Herunterfahren des Landes für die Zukunft der Telgter Einzelhändler bedeutet, vermag Woestmeyer nicht sagen. „Aber ich wünsche mir, dass es alle Geschäfte überleben. Der Vorteil ist, dass wir viele inhabergeführte Geschäfte haben. Die haben einen großen Willen weiterzumachen. Ich hoffe einfach, dass keiner auf der Strecke bleibt.“ Allerdings gibt er zu bedenken, dass er – wie viele andere auch – nicht daran glaubt, dass die Geschäfte am 10. Januar wieder aufmachen. Bis zu diesem Tag ist der harte Lockdown erst einmal befristet. Je länger die Geschäfte geschlossen bleiben, umso mehr wirkt sich das auf die wirtschaftliche Lage der Einzelhändler aus.

Startseite
ANZEIGE