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Unternehmerfrühstück

„Langfristig rechnet sich das Ganze“

Warendorf

Unter dem Leitgedanken „CSR – Gesellschaftliche Verantwortung als Teil des Unternehmenskonzeptes“ hatte das Unternehmensnetzwerk „WiWa – Wirtschaft für Warendorf“ am Donnerstag zum ersten Unternehmerfrühstück in den Betrieb der Heinz Vorwerk Stuck und Putz GmbH eingeladen.

-ap-

Frank Vorwerk Foto:

Unter dem Leitgedanken „CSR – Gesellschaftliche Verantwortung als Teil des Unternehmenskonzeptes“ hatte das Unternehmensnetzwerk „WiWa – Wirtschaft für Warendorf“ am Donnerstag zum ersten Unternehmerfrühstück in den Betrieb der Heinz Vorwerk Stuck und Putz GmbH eingeladen.

Auf der Tagesordnung stand unter anderem ein Impulsvortrag von Dr. Udo Westermann vom CSR-Kompetenzzentrum Münsterland. Frank Vorwerk, Geschäftsführer des Warendorfer Unternehmens, erläuterte unter anderem seine Beweggründe, sich dem aufwendigen Zertifizierungsprozess zu stellen. Das Modehaus Ebbers hat sich übrigens ebenfalls diesem Prozess unterzogen.

„Warum machen wir das? Auf der einen Seite, um natürlich die Kosten zu senken, das ist klar. Auf der anderen Seite möchte ich aber etwas bewegen, etwas machen“, sprach Frank Vorwerk zum Beispiel den Umweltgedanken einer Photovoltaikanlage an, die mittlerweile auf dem Unternehmensdach für „grünen Strom“ sorgt.

Auf der anderen Seite sei der Betrieb multikulturell aufgestellt und daraus ergäben sich Herausforderungen, denen sich der Unternehmer stellen möchte und auch muss. „Ich habe einen Masterplan erhalten, mit dem ich relativ einfach die einzelnen Felder abarbeiten konnte“, sagte Vorwerk.

Wichtig sei, dass die Mitarbeiter mitzögen, so der Unternehmer aus seiner Erfahrung. Interessant in diesem Zusammenhang sei zudem die Erkenntnis, dass für die Mitarbeiterzufriedenheit in seinem Unternehmen weder die monetären Aspekte die größte Rolle gespielt hätten, noch der Umgang mitein­ander. „Am Wichtigsten war unseren Mitarbeitern die Gesundheit.“

Als Konsequenz daraus hat die Heinz Vorwerk Stuck und Putz GmbH nach eigenen Angaben ein betriebliches Gesundheitsmanagement eingeführt. Auch wenn die Leitbildentwicklung das Teuerste am gesamten Prozess gewesen sei und der Abschlussbericht richtig weh getan habe, „langfristig rechnet sich das Ganze“, hieß es unter anderem.

„Wir reden hier nicht vom Machbaren, sondern vom Notwendigen“, sagte Dr. Udo Westermann. Ein Megatrend der CSR-Zertifizierung sei zum Beispiel der Klimaschutz. Beispielhaft verdeutlichte Westermann den sich ergebenden Zielkonflikt. „Wir wollen alle den Klimaschutz. Aber 2019 war im gleichen Atemzug ein Rekordjahr in der Zulassung von SUVs, bei Flügen und Kreuzfahrten.“ Die Verantwortung in der unternehmerischen Kernkompetenz bedeute demnach: „Ein weiter so wird es nicht geben.“

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