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Traditionelle Theateraufführung der Landjugend

Loriot und Hallervorden auf Platt

Telgte

Das hat es bislang noch nicht gegeben: Sketche der beiden Vollblut-Komiker Loriot und Hallervorden auf Platt. Darauf dürfen sich die Zuschauer bei der traditionellen Aufführung der Telgter Landjugend freuen. Und auf noch mehr...

Von Bernd Pohlkamp

Rike Ebert, Fabienne Rüter, Theo Schulze Zumkley und Simon Erfmann (v.l.) befinden sich auf der Bühne im Rochus-Hospital im Dialog: Es wird nur Plattdeutsch gesprochen. So sorgt dieses Quartett dieses Mal für spannende, lustige und unterhaltsame Stunden. Foto: Bernd Pohlkamp

Eine gute Tradition setzt die Katholische Landjugend Telgte beim Erntedankfest mit einem bunten Unterhaltungsprogramm fort. Ein kurzweiliger Höhepunkt ist dabei stets die plattdeutsche Theateraufführung. Diese ist für den 2. Oktober (Sonntag) sowie den 7. Oktober (Freitag) jeweils um 19 Uhr im großen Saal des Rochus-Hospitals terminiert.

Dieses Mal kommen Sketche auf die Bühne. Sie wurden von berühmten Komikern wie Loriot und Hallervorden übernommen. Natürlich gab es von den ausgewählten Stücken bislang keine plattdeutsche Version. Marianne Hegemann – seit Kindertagen mit der plattdeutschen Sprache vertraut – begleitet die Laienspielschar der KLJB mit Fabienne Rüter (25), Simon Erfmann (22), Rike Ebert (22) und Theo Schulze Zumkley (13) immer dabei, die Theaterstücke sprachlich ins Plattdeutsche umzusetzen und spielerisch auf die Bühne zu bringen.

Proben seit Monaten

So auch dieses Mal: Gemeinsam wurden lustige Texte von Loriot und Hallervorden ausgewählt, angepasst und ins Plattdeutsche übertragen. Ergänzend dazu verfasste Simon Erfmann sogar einen eigenen Sketch. Dieser trägt den Titel „Bi:n Frisör“.

Fabienne Rüter, Simon Erfmann, Rike Ebert und Theo Schulze Zumkley sind bereits seit Monaten dabei, die witzigen Sketche einzustudieren. Sie bedauern, dass sich dieses Mal nicht noch mehr junge Menschen für die plattdeutsche Sprache haben begeistern können. Mangelnde Zeit wurde oft als Grund angegeben. Daher hat sich die Gruppe für die Aufführung von Sketchen in plattdeutscher Sprache entschieden. Das sei – so Marianne Hegemann – mit den vier Landjugendlichen sehr gut umsetzbar.

Für die junge Theatergruppe steht der Spaß im Vordergrund. „Wir treffen uns ein- bis zweimal die Woche“, erzählt Fabienne Rüter, die die meiste Erfahrung hat. „Seit fünf Jahren bin ich dabei und finde es einfach großartig, die Tradition der plattdeutschen Sprache zu pflegen. Ich möchte den Spaß und die Freude an der plattdeutschen Sprache fördern und am Leben erhalten.“ Der 13-jährige Theo ist der Jüngste. Er ist eifrig dabei, plattdeutsch zu sprechen und vor allem das Theaterspiel zu lernen. Nervös? Die Antwort kommt spontan: „Ja, doch wenn ich auf der Bühne stehe, stelle ich mir vor, es ist wie bei der Probe. Es schaut dir keiner zu.“

Hoffen auf viele Zuschauer

Das wird hoffentlich an beiden Abenden im Oktober anders sein. Denn der große Saal im Rochus-Hospital bietet reichlich Platz, und die Hobbyschauspieler wünschen sich viele Zuschauer. Natürlich werden auch Kostüme, Requisiten und die Kulisse auf der Bühne für ein entsprechendes Flair sorgen.

Als Bühnenhelfer sind Frederik Schulze Zumkley und Max Rüter dabei. Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist frei. Einlass ist an den den Abenden des 2. Oktober und des 7. Oktober jeweils um 18 Uhr.

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