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Ausstellung „Verzauberte Zwischenräume“

Malerin nutzt Türen als Leinwand

Telgte

Die schmalen Türen der historischen Traufgänge zwischen den historischen Fachwerkhäusern in der Telgter Altstadt sind mit Zauberwesen versehen worden.

Malerin Christina Thrän hat die schmalen Türen der historischen Traufgänge in der Altstadt mit kleinen Kunstwerken verziert. Foto: Stadttouristik

Die auf Sylt lebende Malerin Christina Thrän hat die schmalen Türen der historischen Traufgänge zwischen den historischen Fachwerkhäusern in der Telgter Altstadt in eine bunte Fantasiewelt verwandelt.

Bisher seien die schmalen Traufgang-Türen oft übersehen worden, doch das habe sich nun geändert, heißt es von Tourismus + Kultur. Immer wieder blieben Menschen vor ihnen stehen und zücken ihre Handys, um Fotos zu machen. Denn seit einigen Tagen sind dort die Zauberwesen der Christina Thräns aufgebracht.

Mal sind die Motive direkt aufs alte Holz gemalt, andere hat Thrän zunächst auf Bütten aquarelliert und danach auf Plexiglas reproduziert. 26 Motive gehören zur Ausstellung „Verzauberte Zwischenräume“, die mit Überraschungsaktionen, Dekoration aus dem Böttcherhus und einem Info-Flyer am 26. Mai offiziell eröffnet wird.

Bei einem einstündigen Rundgang können all die märchenhaften Figuren entdeckt werden. Die Info-Broschüre samt Straßenkarte und Verortung der Bilder ist online unter www.telgte.de abrufbar. Außerdem liegt sie an verschiedenen Stellen in der Stadt aus – unter anderem auch bei Tourismus + Kultur, Kapellenstraße 2.

Die Idee, die unscheinbaren Türen quasi als „Leinwand“ zu nutzen, war Simone Thieringer von Tourismus + Kultur bei einem Rundgang mit der Telgter Geschäftsinhaberin und Initiatorin Sibylle Böttcher durch die Altstadt gekommen. Dort fiel ihnen auf, wie viele Traufgassen es in Telgte gibt. Diese Zwischenräume dienten einst zur Ableitung des Regenwassers und verringerten das Brandrisiko durch Überspringen der Flammen benachbarter Häuser.

Christina Thrän war sofort begeistert von dem Projekt, das finanziell von Sibylle Böttcher unterstützt und von Tourismus + Kultur beworben wird. Ihr Fazit: „Abstand und Raum sind nicht nur zwischen den historischen Fachwerkhäusern für deren Erhalt wichtig, manchmal dienen Zwischenräume auch dem Gedeihen von Gemeinschaft und Liebe.“

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