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Stadt lädt zu Infoveranstaltung ein

Mehr Windräder ermöglichen

Telgte

Bislang gibt es sogenannte Konzentrationszonen für Windkraftanlagen auf dem Gebiet der Stadt Telgte. Doch die könnten bald der Vergangenheit angehören. Die Gründe dafür erfahren Interessierte während einer Info-Veranstaltung.

Um die Klimaziele zu erreichen, ist es vonnöten, die Zahl der Windkraftanlagen auf dem Gebiet der Stadt Telgte zu erhöhen.

Die Stadt Telgte hat sich durch einen Beschluss des Rates das Ziel gesetzt, bis spätestens 2040 klimaneutral zu sein. Um die Klimaziele tatsächlich erreichen zu können, ist unter anderem ein Ausbau der Erneuerbaren Energien im Stadtgebiet – das heißt ein Ausbau der Photovoltaik und ein Zuwachs bei der Windenergienutzung – erforderlich.

Vor diesem Hintergrund lädt die Stadt zu einer Informationsveranstaltung zur geplanten Aufhebung der bisherigen Konzentrationszonen für Windkraftanlagen auf dem Gebiet der Stadt Telgte ein. Diese findet am kommenden Donnerstag (12. Januar) um 18 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses statt. Der Rat hat am 23. Juni 2022 beschlossen, das Verfahren zur 92. Änderung des Flächennutzungsplanes zur Aufhebung der bisher im Flächennutzungsplan dargestellten Konzentrationsflächen für Windkraft durchzuführen.

Diesem Beschluss vorausgegangen ist eine Potenzialanalyse für mögliche Windkraftstandorte in Telgte, die Ende 2021 vorgenommen wurde und deren Ergebnisse durch das Büro WoltersPartner aus Coesfeld im März 2022 in der Sitzung des Ausschusses für Planen, Bauen und Umland vorgestellt wurden. Die Potenzialanalyse zeigt auf, dass es aufgrund der dichten Siedlungsstruktur im Außenbereich nur sehr wenige Möglichkeiten auf dem Gebiet der Stadt Telgte gibt, moderne Windkraftanlagen aufzustellen und diese auch in der Nacht uneingeschränkt betreiben zu können.

Eckpunkte des Beschlusses

Für den Ausbau der Windenergie im Stadtgebiet hat der Rat der Stadt Telgte am 23. Juni 2022 die nachfolgenden Eckpunkte beschlossen: Die Steuerung der Projekte und die finanzielle Wertschöpfung sowie die gewonnene Energieleistung aus der Windenergie sollen möglichst vor Ort bleiben.

Örtliche Akteure, wie beispielsweise die Stadtwerke, die Telgter Bürgerenergie wie auch Firmen und Privatpersonen, sollen dabei eine Rolle spielen. Die Umsetzung von Projekten, die ausschließlich von ortsfremden Projektträgern umgesetzt werden, wird abgelehnt. Schaffung einer größtmöglichen Akzeptanz in den Nachbarschaften und Wahrung des nachbarschaftlichen Friedens. Dabei ist insbesondere die konkrete Einbindung, Mitsprache und die wirtschaftliche Partizipation der betroffenen Nachbarschaften ein Kernelement.

Zur Erreichung dieser Ziele wird die Stadtverwaltung beauftragt, parallel zu dem förmlichen Aufhebungsverfahren einen projektbegleitenden, intensiven Steuerungs- und Dialogprozess mit den relevanten Flächeneigentümern und Anwohnern zu initiieren. Die Verwaltung wird beauftragt, zur Ermöglichung eines moderaten Ausbaus der Windenergienutzung auf der Grundlage der vorgestellten Potenzialuntersuchung ein förmliches Flächennutzungsplanverfahren zur Aufhebung der bestehenden Konzentrationszonen zur Windenergienutzung im Telgter Stadtgebiet zu eröffnen und unter breiter Öffentlichkeitsbeteiligung durchzuführen.

Michael Ahn vom Büro WoltersPartner wird die Ergebnisse der Potentialanalyse zu möglichen Windkraftstandorten bei der Infoveranstaltung vorstellen und einen Überblick über das Verfahren zur 92. Änderung des Flächennutzungsplanes zur Aufhebung der bisherigen Konzentrationszonen für Windkraftanlagen geben. Um die Teilnehmeranzahl besser einschätzen zu können, wird um Anmeldung per E-Mail unter anne.reher@telgte.de gebeten.

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