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Mats Schulte fliegt zur Nasa nach Houston

Mission zum Mars planen

Telgte

Zum 22. Mal schickt das Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium einen Schüler zur Nasa nach Houston in Texas. In diesem Jahr ist Mats Schulte der Glückliche, der sich im Bewerbungsverfahren durchgesetzt hat. Im Mittelpunkt steht ein Planspiel, bei dem ein Flug zum Mars geplant werden muss.

Von Stefan Flockert

Mats Schulte (2.v.r.) fliegt zur Nasa nach Texas. Seit 22 Jahren begleitet Brigitte Schneider das Programm. Inzwischen hat sie die Leitung an Andreas Hardt (l.) und Ulrich Heselhaus übergeben. Foto: Stefan Flockert

Einmal mit einem Space Shuttle durch den Weltraum gleiten. Das ist der Traum unzähliger Menschen. Diesem kommt der 17-jährige Mats Schulte Ende Juli ein Stück näher. Der Telgter Q1-Schüler ist der Glückliche, der das Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium in diesem Jahr beim Nasa-Projekt im texanischen Houston vertreten darf. Am 24. Juli startet sein Flieger von Frankfurt in die Vereinigten Staaten. Nach vermutlich 16 spannenden Tagen geht’s zurück in die Heimat.

Fünf Gymnasiasten hatten sich in diesem Jahr um diesen einen heiß begehrten Platz beworben. Drei kamen in die engere Auswahl. Am Ende setzte sich Mats Schulte durch, wobei die Entscheidung der Jury alles andere als leicht fiel. „Wir hatten noch nie so tolle Kandidaten wie in diesem Jahr“, berichtete Brigitte Schneider, die das Projekt im 22. Jahr begleitet, die Leitung inzwischen aber an Andreas Hardt und Ulrich Heselhaus abgegeben hat.

Teilnehmer wohnen bei Nasa-Mitarbeitern

Mats Schulte erwarten mehr als zwei Wochen Nasa pur. Es geht schon damit los, dass die 42 Projektteilnehmer aus aller Herren Länder, bei Nasa-Mitarbeitern wohnen. Führungen durch die Räumlichkeiten der 1958 gegründeten Weltraumbehörde gehören selbstverständlich zum Programm.

Im Mittelpunkt des Besuchs bei „Nationalen Aeronautik- und Raumfahrtbehörde“ (National Aeronautics and Space Administration) ist aber die Teilnahme an ein Planspiel, bei dem eine Mars-Mission organisiert werden muss und das von der FISE, einer privatenpädagogischen Organisation, im Auftrag der Nasa gesteuert wird. Mats Schulte und seine Mitstreiter werden in Teams eingeteilt, die jeweils einen Teilbereich der Mars-Reise übernehmen müssen. „Es geht zum Beispiel darum, den Flug oder die Unterkunft auf dem Mars zu planen“, erzählt der 17-Jährige, der im Vorfeld schon eine Reihe von Aufgaben zu bearbeiteten hatte – und dabei auch Wünsche äußern konnte, welcher Arbeitsgruppe er gerne angehören würde.

Tüftler und DJ

Mats Schulte erhofft sich einen intensiven „Einblick in die Nasa“, freut sich aber auch, verschiedene Kulturen kennenzulernen. „Das kann nur spannend werden“, sagt der Physik- und Mathe-LK-Schüler, der in seiner Freizeit gerne tüftelt. Eine Tischtennisballmaschine hat er ebenso schon kreiert wie ein Fahrrad.

Die Kosten muss der Schüler beziehungsweise seine Familie selbst tragen. Neben dem Flug sind auch 750 Dollar für die Teilnahme an dem Programm zu bezahlen. Einen Teil steuert Mats Schulte selbst bei. Am Wochenende ist er regelmäßig als DJ im Einsatz. Außerdem hat er einen Job, bei dem er Roboter programmiert.

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