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Ingelotte Frie lobt das Verhalten vieler Beteiligter

Nach Unfall sofort geholfen

Telgte

Oft wird davon erzählt, dass die Hilfsbereitschaft abgenommen hat. Ingelotte Frie aus Telgte hat nach einem Sturz genau das Gegenteil erlebt.

-agh-

Noch ist der Arm geschient Foto: Andreas Große Hüttmann

Auch wenn der Unfall schon einige Zeit zurückliegt, bis Ingelotte Frie wieder vollständig genesen ist, wird es noch länger dauern. „Das wird schon wieder“, hat die 75-Jährige ihre Zuversicht trotz einiger noch offensichtlicher gesundheitlicher Einschränkungen aber keineswegs verloren.

Dass sie sich einige Zeit nach ihrem Sturz an die Öffentlichkeit wendet, hat für die Telgterin einen Grund. „Es wird viel davon erzählt, dass Menschen in Unfallsituationen nicht mehr geholfen wird. Genau das Gegenteil ist bei mir der Fall gewesen“, erzählt Frie. Von Passanten, die den Sturz beobachtet hatten über Autofahrer, die anhielten und Unterstützung anboten, bis zur Besatzung des Rettungswagens – die Telgterin lobt die immense Hilfsbereitschaft und die Professionalität, mit der sie versorgt worden sei.

Unfall passierte beim Walken

Doch zum eigentlichen Unfallereignis: Wenn es die Zeit zulässt walkt Ingelotte Frie etwa drei bis vier Mal in der Woche. Nachdem ihr ein Nachbar begeistert von einer schönen Streckenführung berichtet hatte, die er ab und an gehe, machte sich die Telgterin einige Tage später auf den Weg, um sich selbst ein Bild zu machen.

An der Regerstraße passierte dann das Unglück. Die Telgterin kam möglicherweise durch eine Unebenheit im Bürgersteig, genau kann sie sich aber nicht mehr erinnern, ins Straucheln, und fiel vornüber hin. Den Sturz konnte sie mit der Hand zwar etwas abfangen, letztlich schlug sie trotzdem auch mit dem Gesicht auf und war kurz ohne Bewusstsein.

„Es waren nach dem Sturz sofort mehrere Leute bei mir, die mir behilflich sein wollten, auch jemand mit medizinischem Sachverstand. Jemand schob mir auch eine Tasche unter den Kopf, damit ich nicht mit dem Gesicht auf den Steinen liegen musste. Da ich nicht in der Lage war aufzustehen, hatte jemand den Krankenwagen gerufen. Während der Wartezeit hielten auch mehrere Autofahrer an, um ihre Hilfe anzubieten. Immer wieder hört man, dass verunglückte Personen sich hilflos selbst überlassen werden. Das kann man für Telgte nicht behaupten, die Hilfsbereitschaft war enorm“, betont die 75-Jährige.

Helfer tragen großen Anteil an Genesung

Noch trägt Ingelotte Frie einen Verband, denn ein komplizierterer Bruch an der Hand – der auch operiert werden musste – muss erst noch richtig verheilen. Zudem hatte sie bereits einige Termine beim Zahnarzt, da durch den Sturz sowohl die Oberlippe als auch die Schneidezähne in Mitleidenschaft gezogen waren.

Doch die Telgterin ist zuversichtlich, dass alles wieder so wird wie vorher. „Und daran haben die Menschen, die mir geholfen haben, von den Passanten bis hin zum Rettungswagenpersonal einen großen Anteil“, ist sie überzeugt.

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