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Raestruper Gemeindehaus

Warten auf Förderbedingungen und Baumpflanzaktion: Nächster Meilenstein erst im Juni

Telgte

Nach viel Bürokratie und der einen oder anderen zusätzlichen Hürde für das Projekt "Raestruper Gemeindehaus" ging es am Samstag auf dem dafür vorgesehenen Grundstück ganz praktisch zu. Doch bis die Maurer kommen, wird es noch ein wenig dauern.

Von Andreas Große Hüttmann

Raestruper Gemeindehaus Zahlreiche Bäume wurde auf dem Grundstück gepflanzt, auf dem das Raestruper Gemeindehaus gebaut werden soll.

„Es war schön, endlich wieder auf dem Grundstück aktiv etwas tun zu können“, sagt Manfred Inkmann, Vorsitzender des Vereins „Raestruper Gemeindehaus“. Denn nach viel Bürokratie und der einen oder anderen zusätzlichen Hürde für das Projekt ging es am Samstag ganz praktisch zu. Ein Teil der Vorarbeiten war bereits in den vergangenen zwei Wochen erledigt worden. Die komplette Grasnarbe auf dem Grundstück war mit schwerem Gerät entfernt und der Mutterboden abgeschoben worden.

Der Grund dafür: Um den Höhenunterschied auf dem zukünftigen Baugelände auszugleichen, mussten zwölf Sattelzüge voll Füllboden herangeschafft werden. Bis zu 90 Zentimeter betrug das Gefälle von der einen Geländekante bis zur anderen. Danach wurde der Mutterboden wieder aufgebracht. Am Samstag wurden bei eisigen Temperaturen zehn Scharlacheichen gepflanzt, die zusammen mit Pappeln, die im Frühjahr gepflanzt werden, das Gelände abgrenzen sollen. „Für die Finanzierung haben wir für alle Bäume Paten aus Raestrup gewinnen können“, freut sich Michael Niebrügge vom Vorstand.

Es dauert, bis die Maurer kommen

Die Bepflanzung ist bereits im Hinblick auf das spätere Gemeindehaus und die entsprechende Nutzung des Grundstücks konzeptionell ausgerichtet. Sobald das Frühjahr kommt, soll Rasen ausgesät werden. Doch bis die Maurer beginnen können, wird noch einiges Wasser die Ems herunterfließen. Der Grund dafür: Grundsätzlich unterstützt das Land NRW zwar Projekte wie das Gemeindehaus, nach der Landtagswahl sind aber die Förderprogramme für die ländlichen Entwicklungen vom Heimatministerium auf das Ministerium für Landwirtschaft übertragen worden und dort arbeitet man derzeit immer noch an den Voraussetzungen, Bedingungen und mögliche Förderhöhen.

„Wir werden deshalb erst im nächsten Jahr einen Antrag stellen können, aber Geld wird voraussichtlich nicht vor dem Frühjahr 2024 fließen“, hieß es jüngst in einem Schreiben an die Vereinsmitglieder. Eine besonders bittere Pille für die engagierten Vereinsmitglieder: Vor Bewilligung dieser Fördergelder, maximal 250.000 Euro werden das sein, darf nicht mit dem eigentlichen Bau begonnen werden. Daher waren die Erdarbeiten auch über eine gesonderte Baugenehmigung abgesichert, um die eigentliche Baugenehmigung nicht anzutasten und damit möglicherweise Fristen auszulösen. Und noch ein Thema bewegt die Raestruper derzeit: Es sind die explodierenden Baukosten.

Daher wird das Gemeindehaus in einem ersten Schritt kleiner ausfallen als ursprünglich geplant, eine modulartige Erweiterung ist allerdings möglich. Ein nächster Meilenstein auf einem langen Weg soll am 18. Juni erfolgen. Dann soll im Anschluss an die Flurprozession das Grundstück eingeweiht werden. Das alles wird im Rahmen eines bunten Tages geschehen.

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