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Initiativkreis spricht mit SPD-Bundestagsabgeordnetem

Nahversorgungsprojekt steht vor neuen Herausforderungen

Westbevern

Angesichts von steigenden Baukosten und mangelnden Fördergeldern hat das Nahversorgungsprojekt in Vadrup derzeit mit einigen Problemen zu kämpfen. Darüber sprachen die Verantwortlichen jetzt mit dem Bundestagsabgeordneten Bernhard Daldrup.

-pmw-

Wollen die Nahversorgung für und in Westbevern verbessern: Klaus Resnischek (SPD-Fraktionsvorsitzender), der Bundestagsabgeordnete Bernhard Daldrup, Nicole Lau (Mitglied im Initiativkreis Nahversorgung) soowie die Investoren Bernd Hugenroth, Henner Riesenbeck und Christian Beuing, sowie Projektmanager Stefan Bölting. Foto: SPD-Büro Daldrup

„Fast alles, was man braucht“, gibt es in Vadrup, berichtet Projektinitiator Bernd Hugenroth dem Bundestagsabgeordneten Bernhard Daldrup. Was seit einiger Zeit allerdings fehlt, ist die Nahversorgung.

Lebensmittel, Dinge des täglichen Bedarfs sowie ein Café als Treffpunkt. Mit diesen Angeboten will ein Initiativkreis – wie bereits mehrfach berichtet – die Nahversorgung nach der Schließung des Lebensmittelgeschäftes Freitag wieder ankurbeln. Durch den Bau von zehn Wohneinheiten im Obergeschoss soll die Wirtschaftlichkeit garantiert werden.

Investitionsprojekt bekommt zu wenig Gelder

„Klingt nach einem hervorragenden Konzept“, heißt es in einer Pressemitteilung der SPD. Doch auch an Westbevern gingen die aktuellen Preisentwicklungen nicht spurlos vorbei. Das Investitionsprojekt leide derzeit unter steigenden Bau- und Materialkosten sowie mangelnden Fördergeldern, hieß es bei einem Termin mit dem Abgeordneten.

Dem Engagement des Investorenkreises mit Bernd Hugenroth, Henner Riesenbeck und Christian Beuing tue das keinen Abbruch. Deshalb hätten sie sich mit dem bau- und kommunalpolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Bernhard Daldrup, getroffen, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Dieser betonte gleich zu Beginn die wichtigste Basis für das Gelingen des Projekts: „Die gute Dorfgemeinschaft in Westbevern und der Zusammenhalt sind für ein solches Vorhaben unverzichtbar. Wenn überdies auch die Stadtverwaltung das Projekt unterstützt, sind das gute Rahmenbedingungen.“

Bund fördert Erhalt von Dorfzentren

Durch die Antragsflut bei der Förderung klimagerechten Bauens seien zwar die Mittel der Kreditanstalt für Wiederaufbau erschöpft, dennoch solle die Möglichkeit nach einer Förderung noch einmal ins Auge gefasst werden, riet der Politiker. Denn auch in Sachen Klimaschutz hätten die Investoren ambitionierte Ziele.

Auf politischer Ebene, so Daldrup, sei die Unterstützung für den Erhalt und die Förderung auch von Dorfzentren anerkannt. Im Kreis Warendorf hätten Albersloh und Freckenhorst bereits entsprechende Fördermittel des Bundes erhalten. „Außerdem sind im Haushalt 2022 790 Millionen Euro für die Städtebauförderung vorgesehen, die auch zur Belebung von Innenstädten, aber auch Ortskernen in Dörfern genutzt werden können. Diese Mittel sollen auch in den kommenden Jahren weiterhin bereitstehen, trotz der zunehmend herausfordernden finanziellen Lage des Bundes infolge des Ukraine Krieges und der Energiekrise und anderer Faktoren“, betonte der Abgeordnete.

Inwieweit Fördergelder für klimagerechtes Bauen für das Projekt mobilisiert werden könnten, müsse weiter geprüft werden. „Mit einem modernen Energiekonzept und der Nutzung von Photovoltaikanlagen befindet sich das Projekt in Sachen Klimaschutz jedenfalls auf dem richtigen Weg“, ermutigt Daldrup die Investoren und den Initiativkreis.

„In jedem Fall wird Westbevern mit seinem Dorfladen an Attraktivität gewinnen“, so das Fazit des Abgeordneten.

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