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Volksbank Münsterland Nord

Negativzinsen bald Geschichte?

Telgte/Westbevern

Negativzinsen könnten schon bald der Vergangenheit angehören. Davon geht zumindest die Volksbank Münsterland Nord aus.

Verantwortet das Kundengeschäft: Vorstandsmitglied Hubert Overesch von der Volksbank Münsterland Nord Foto: Volksbank Münsterland Nord

Gehören Schlagzeilen wie „Sparer in Not“ oder „Verbraucherschützer laufen Sturm gegen Negativzinsen“ schon bald der Vergangenheit an? Wenn es nach der Volksbank Münsterland Nord geht, schon. „Das Thema Verwahrentgelte hat uns und unsere Kunden nun über einen längeren Zeitraum begleitet. Grundsätzlich orientieren wir uns an den Marktgegebenheiten und den Zentralbankentscheidungen. Daher werden wir die schrittweisen Leitzinserhöhungen, weg von den Negativzinsen, mitgehen“, führt Firmenkundenvorstand Hubert Overesch aus.

Somit rücke auch der komplette Wegfall der Verwahrentgelte für die Kundinnen und Kunden der Volksbank Münsterland Nord in greifbare Nähe. Wie allgemein bekannt, sollten die Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank (EZB) gegen die hohe Inflation wirken. Nach längerem Warten hatte EZB-Chefin Christine Lagarde im Juli eine Erhöhung des Leitzinses wohl zunächst um 0,25 Prozentpunkte beschlossen. Die Volksbank Münsterland Nord wird diesen Schritt mitgehen und zum 1. August die Zinsentlastung in vollem Umfang an ihre Kunden weitergeben, teilt die Bank mit. Wenn die Entwicklung so weitergeht, werden die Negativzinsen also schon bald wieder Geschichte sein, heißt es weiter.

Bis es soweit ist, haben die Kunden der Bank auch jetzt bereits die Möglichkeit auf eine Verzinsung fernab von Verwahrentgelten. Hubert Overesch führt aus: „Es geht ja nicht nur darum, Negativzinsen zu sparen, sondern sich bei der Geldanlage insgesamt optimal aufzustellen. Mit den steigenden Zinsen ergeben sich hier nun neue Möglichkeit einer rentierlichen Geldanlage – ohne dass wir wieder über Wertpapiere sprechen. Wir führen just eine festverzinsliche Bankeinlage mit fester Laufzeit mit drei Prozent und mehr Zinsen ein. Und wir bieten aktuell unseren Mitgliedern an, ihre Mitgliedsanteile aufzustocken – zuletzt mit zwei Prozent Dividende.“

Und wie wirkt sich das höhere Zinsniveau auf die Geschäfte der Banken aus? „Wir haben immer gesagt, dass die Niedrigzinsphase ein Belastungsfaktor für die Finanzbranche war. Daher werden sich Zinssteigerungen erstmal grundsätzlich positiv für die Banken auswirken – zumindest auf lange Sicht. Denn kurz- bis mittelfristig laufen die niedrig verzinsten Kredite der Kunden weiter, während die Banken gleichzeitig schon zu höheren Zinsen am Kapitalmarkt refinanzieren müssen. Wir werden sehen, dass diese Effekte sich unterschiedlich auf die einzelnen Kreditinstitute auswirken werden. In unserer Mehrjahresplanung haben wir viele mögliche Szenarien kalkuliert und uns abgesichert. Daher werden wir keine Überraschungen erleben“, schließt Vorstand Hubert Overesch seine Einschätzung der Situation für die Banken im Allgemeinen sowie der Volksbank Münsterland Nord im Speziellen ab.

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