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Mitgliederversammlung des Vereins „Erinnerung und Mahnung“

Neuer Elan nach Corona-Einschränkungen

Telgte

In der Corona-Zeit war das Vereinsleben etwas ruhiger, nun will „Erinnerung und Mahnung“ wieder durchstarten. Bei der Mitgliederversammlung wurden verschiedene Projekte und Ideen vorgestellt.

Von Bernd Pohlkamp

Der Vorstand von „Erinnerung und Mahnung“, wurde bei der Versammlung bestätigt (v.l.): Dr. Barbara Elkeles (Vorsitzende), Bernhard Köper (Kassierer), Gertrud Stümper (Schriftführerin), Prof. Dr. Hans Peter Kröner, Ursula Rüter (beide Beisitzer) und Arnold Michels (stellvertretender Vorsitzender) Foto: Bernd Pohlkamp

Nach zweijähriger Pause trafen sich die Mitglieder des Vereins „Erinnerung und Mahnung“, und die Vorsitzende Dr. Barbara Elkeles hielt deswegen einen umfangreicheren Rückblick.

Aufgrund der Corona-Pandemie bestanden die Aktivitäten in Rundschreiben, digitalen Angeboten und Führungen zu den Stätten jüdischen Lebens. Der Vorsitzenden sah man die Freude an, dass der Verein wieder aktiver werden kann. So stellte sie mehrere Angebote vor, die in nächster Zeit die Vereinsarbeit wieder beleben.

Am 24. Oktober beteiligt sich der Verein mit der VHS und der Stadt an einer Ausstellung im Rathaus gegen Antisemitismus mit dem Titel „Du Jude“. Am 10. November hält Dr. Barbara Elkeles einen Vortrag zur jüdisch-christlichen Ehe in Telgte. Diese Veranstaltung findet um 19 Uhr im Pfarrheim St. Clemens statt. Nur so viel verriet die Vorsitzende bereits: Sie habe in den Archiven zwei solcher Telgter Ehen gefunden, die 1852 und 1870 geschlossen wurden.

Auf ein Projekt der Expedition Münsterland der Uni Münster wies Dr. Barbara Elkeles hin. Es trägt den Titel „Spurensuche“ . Es soll jüdisches Leben im Münsterland vor Ort aufspüren und wieder sichtbar machen. Dabei wurden 14 historische Türen zu Aspekten jüdischen Lebens in den Orten, die die Expedition Münsterland besucht hat, gestaltet.

Eine Tür habe „Erinnerung und Mahnung“ mitgestaltet. Digital sei diese Ausstellung bereits zu sehen. Der Wunsch des Vereins sei es, diese „Türen in die Vergangenheit“ im kommenden Jahr im Museum Religio ausstellen zu können.

Der Verein „Erinnerung und Mahnung“ plant zudem eine Intensivierung der Zusammenarbeitet mit den Schulen und mit der Kirchengemeinde St. Marien. Zudem wurde intensiv über die Restaurierung der alten Synagoge an der Steinstraße gesprochen.

Alle bislang aktiven Vorstandsmitglieder stellten sich anschließend zur Wiederwahl. Sie wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt: Vorsitzende bleibt Dr. Barbara Elkeles, stellvertretender Vorsitzender Arnold Michels, Schriftführerin Gertrud Stümper, Kassierer Bernhard Köper und Beisitzer sind weiterhin Prof. Dr. Hans Peter Kröner, Franz-Josef Nospickel und Ursula Rüter.

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